Sperrzeit für Außengastronomie in Konstanz wieder verlängert

Seit September dürfen Wirte nicht mehr bis Mitternacht draußen bewirten

Konstanz. Tausende Gäste haben im Juli und August in Sommernächten in Konstanz genossen und saßen bis 24 Uhr draußen. In der Taverne Pan klapperten bis Mitternacht die Teller, im Salzbüchsle stellten die Wirtinnen „gefühlt“ ihr gesamtes Mobiliar in die Salmannsweilergasse und vor der Weinstube Pfohl unterhielten sich die an Stehtischen im Freien stehenden Gäste lautstark bis Mitternacht. In den Biergärten herrschte Hochbetrieb und von der Konstanzer Strandbar waberte Chillmusik über den Seerhein. Seit Anfang September ist damit Schluss. Die probeweise im Juli und August getestete Verkürzung der Sperrzeit gilt nun nicht mehr. Bilanz ziehen wollte Hans-Rudi Fischer vom Bürgeramt aber noch nicht.

Bürgeramt lässt Katze nicht aus dem Sack

Ob es viele Beschwerden von Anwohnern gab? Wenn ja, wo fühlten sich Anwohner besonders in ihrer Nachtruhe gestört? Bürgeramtsleiter Hans-Rudi Fischer mochte das so genau noch nicht sagen. Nur so viel: Noch immer kämen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft. „Um sich ein objektives Bild zu machen und dem Gemeinderat eine Entscheidung vorzulegen, die alle Interessen gerecht miteinander abwägt, müssen wir noch etwas zuwarten“, so Fischer.

Testphase ist beendet

Seit September ist mit der Bewirtung im Freien nun wieder um 23 Uhr Schluss. Ob die Konstanzer Wirte auch im kommenden Sommer ihre Biergärten und Straßenkneipen wieder länger öffnen dürfen, steht noch nicht fest. Klar ist nur: Die verlängerten Öffnungszeiten der Außengastronomie im Juli und August waren erste einmal nur ein Test. Entscheiden wird der Gemeinderat.

Beschwerden wegen Strandbar

Eingegangen sind beim Bürgeramt Strandbar offenbar Beschwerden wegen der Strandbar. Die Beschwerden kamen anscheinend von der gegenüberliegenden Rheinseite, aus den Hofgärten. Laut Bürgeramt ist die Strandbar in einigen Fällen tatsächlich Lärmquelle gewesen.

Laute Musik nicht nur von der Strandbar

Gelegentlich ist die Strandbar aber auch zu unrecht unter Verdacht gewesen. So beschallte in einer lauen Nacht im August ein auf dem Seerhein auf und ab fahrendes Motorboot die Hofgärten. Auch im Bereich Webersteig/Winterersteig sei es in diesem Sommer lauter geworden, so eine Anwohnerin. „Das hatte aber gar nichts mit der Bar zu tun. Der Krawall und sehr laute Musik begann, nachdem die Bar geschlossen hatte und kam von Höhe Taubenhaus und Handwerkskammer. Es begann nach Mitternacht und zog sich bis in die frühen Morgenstunden“, schrieb Bewohnerin der Hofgärten auf Facebook. Die Live-Konzerte, die in der Strandbar regelmäßig stattfinden, würden von den Bewohnern der Hofgärten eher nicht als störend empfunden.

Foto: wak

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.