Stadt Konstanz möchte im Sommer erstmals private Security einsetzen

Privater Sicherheitsdienst soll Polizeistreifen ergänzen – Stadt verweist auf gute Erfahrungen in Stadt am Seerhein

Konstanz. Geht es nach der Konstanzer Stadtverwaltung, soll im Sommer 2012 ein privates Security-Unternehmen mit Streifen an Brennpunkten die Arbeit der Landespolizei unterstützen. Ausschlaggebend für den Entschluss der Verwaltung seien die positiven Erfahrungen mit dem von Bewohnern der Stadt am Seerhein privat bezahlten Security-Dienst und den ehrenamtlichen Nachtwanderern. Die Präsenz Erwachsener hat offenbar zu einem Rückgang von Zwischenfällen und auch von Lärmbelästigungen in der Stadt am Seerhein geführt. Zustimmen muss heute allerdings noch der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) des Gemeinderats, der das nötige Geld für 2012 genehmigen müsste.

Private Security auf Probestreife

In der Sitzungsvorlage heißt es: „Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem von den Wohnungseigentümern im Herosé-Park privat organisierten und auch privat bezahlten Security-Dienst sowie den sehr positiven Erfahrungen durch die Nachtwanderer empfiehlt die Verwaltung, ergänzend zu den Polizeistreifen durch die Landespolizei und/oder die Ortspolizeibehörde zeitweise einen Security-Dienst probeweise in der Sommersaison 2012 einzusetzen.“ Dafür sollen die Konstanzer Stadträte im Nachtragshaushalt 2012 vorerst 35.000 Euro bereit stellen. Zum Vergleich: Die Verkehrsregelungen und P+R Angebote an den Adventssamstagen lässt sich die Stadt Konstanz 58.000 Euro kosten.

Herosépark, Seestraße, Schänzle

Die Verwaltung schlägt in Konstanz regelmäßige Kontrollen insbesondere in den Bereichen Herosé-Park, Seestraße und Schänzle in der Zeit von Ostern/April bis Ende September jeweils an den Freitag- und Samstagabenden von 20 Uhr bis 2 Uhr nachts vor sowie zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel in der Walpurgisnacht vor. Private Security hat keine hoheitlichen Rechte wie die Polizei, sie kann aber deeskalierend wirken und in Notfällenwie auch alle anderen Bürger eine Polizeistreife rufen.

3 Kommentare to “Stadt Konstanz möchte im Sommer erstmals private Security einsetzen”

  1. Müller
    6. Dezember 2011 at 18:20 #

    Das kann doch nur im Chaos enden. Einzig die Polizei ist vernünftig ausgebildet.

    Man muss nur mal die TV-Berichte vergleichen, wenn die Polizei begleitet wird oder wenn das Ordnungsamt begleitet wird, oder wenn eine Security begleitet wird. Einzig die Polizisten benehmen sich vernünftig.
    Wenn ich manchmal sehe, wie z.B. einige Ordnungsamtmitarbeiter anfangen rumzuböbeln, könnte mir der Kragen platzen. Viele Security-Leute sind natürlich die schlimmsten, immerhin kann das jeder Pöbel machen der sich auf Zoff gegen Bezahlung freut.

    Natürlich ist hier nicht jeder betroffen, die vernünftigen Leute beim Ordnungsamt und bei der Security gibt es auf jeden Fall auch. Und wer die Mitarbeiter vom Ordnungsamt anpöbelt weil er nen Ticket bekommt, braucht sich natürlich auch nicht zu beschweren.

  2. Petra Meich
    7. Dezember 2011 at 07:27 #

    @1 wenn es im TV kommt, dann ist es natürlich ein Argument!

  3. Bübi
    7. Dezember 2011 at 09:32 #

    Ganz heimlich und still haben bereits seit Jahren die Entsorgungsbetriebe der StadtKN vor dem Werkstoffhof Kläranlage einen privaten Sicherheitsdienst beschäftigt, welcher bedürftigen Bürger vor der Entsorgungsstelle die Bitte an die Entsorger um Entsorgungsgut untersagen soll. Auf Hinweis der Mitarbeiter der Entsorgungsstelle wird dieser Dienst wie ein autoritärer Polizeieinsatz gehandhabt, dem unbedingt folge zu leisten ist. Eine Praxis, die die Stadtverwaltung und die Räte schon lange mittragen.

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