Stadt Konstanz unterstützt Petition gegen Fluglärm-Staatsvertrag

Konstanzer Rathaus debattiert über Nicht-Wähler

Konstanz. Die Stadt Konstanz unterstützt die Petition gegen den Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz, indem sie in städtischen Einrichtungen Unterschriftenlisten auslegt und in einer Medienmitteilung den Link zur Online-Petition kommuniziert. Nach dem Gespräch zwischen Politikern aus der Region am Montag dieser Woche hatte die Fluglärm-Bürgerinitiative eilig davor gewarnt, sich darauf zu verlassen, dass der Staatsvertrag mit der Schweiz tatsächlich so verändert, wie es Menschen und Politiker in der Region Südbaden fordern. Zwar herrschte in der Region am Montagabend zunächst Erleichterung darüber, dass Ramsauer scheinbar einlenkte. Nach Meinung der Bürgerinitiative wäre es aber gefährlich, wenn sich die Region nun wieder zurücklehnen würde.

Unterschriften gegen Fluglärm

Unterschriftenlisten der Bürgerinitiative gegen Flugverkehrsbelastungen liegen ab Montag in städtischen Einrichtungen aus. Das teilte die Stadt mit. Bürgerinnen und Bürger, die die Petition unterstützen möchten, können dies durch ihre Unterschrift tun. Die Listen liegen aus: Im Bürgerbüro, im Rathaus in der Kanzleistraße, im Verwaltungsgebäude Torkel, in den Ortsverwaltungen,in  städtische Kindergärten, im Stadttheater,im Kulturzentrum, bei den Stadtwerkne, Bädern, Entsorgungsbetriebne, Technischen Betrieben, der WOBAK, in der Tourist-Information und im Stadtmarketing. Die Bürgerinitiative gegen Flugverkehrsbelastung im Landkreis Konstanz e.V. sammelt die Unterschriften für eine Petition gegen den geplanten Staatsvertrag zum Fluglärm.

Hier geht es zur Online-Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-mehr-fluglaerm-ueber-suedbaden-stoppt-den-staatsvertrag

2 Kommentare to “Stadt Konstanz unterstützt Petition gegen Fluglärm-Staatsvertrag”

  1. Werner Bechtel
    30. November 2012 at 12:37 #

    Schade dass eine Öffentliche Institution eine Petition unterstützt, die einige falsche Angaben hat.
    Z.B. Richtig wäre: Massive Entlastung in D, 2,5h mehr Ruhe, Pistenverlängerung kommt D zu gut, Warteflüge nicht rund um die Uhr, Vertragsdauer 10 Jahre ist nicht lang, Flughöhen werden falsch ausgelegt.
    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/grotesker-streit-um-den-fluglaerm-1.17859827

    • Yvonne Aymar
      1. Dezember 2012 at 14:32 #

      Sehr geehrter Herr Bechtel,
      haben Sie den Staatsvertrag gelesen? Zahlen kann man nicht auslegen. Die Flughöhen sind im Staatsvertrag explizit angegeben! 2,5 Stunden mehr Ruhe ist eine Interpretation Ihrerseits, die aus keiner Zeile des Vertrages herauszulesen ist. Die Schutzzeiten sind keine Ruhezeiten! Es bedeutet lediglich, dass Fluzeuge auf einer zum Vergleich zur jetzigen Situation noch weiter !!! abgesenkten Flughöhe zwischen den Abendstunden bis zu den Morgenstunden fliegen dürfen. Das konterkarriert den Sinn dieser Zeiten. Schutzzeiten bestehen damit nicht mehr. Anflüge während dieser Zeiten sind lediglich auf die Pisten 14 und 16 nicht gestattet. Alle anderen Pisten dürfen über deutsches Gebiet mit reduzierten Höhen rund um die Uhr angeflogen werden. Abflüge sind ebenfalls nicht eingeschränkt. Hinzu kommen diverse Ausnahmen. Man muss diesen Vertrag schon genaus ansehen, um ihn beurteilen zu können. Das Entscheidende ist das, was nicht enthalten ist!

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