Stadtwerke unter Strom

Kampf gegen Konzerne durch Kooperation bei Stromnetzen

Überlingen/Friedrichshafen (wak) Es geht um den Strom, der aus der Steckdose kommt und es geht um die Zukunft der Stadtwerke. Die Stadtwerke von Überlingen (SWÜ), Friedrichshafen (TWF) und Bad Saulgau wollen deswegen künftig, wenn es um Stromnetze geht, zusammenarbeiten. Die drei Partner versprechen sich Synergieeffekte. Dass auch Stromkunden von der Zusammenarbeit profitieren, steht für Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Überlingen, außer Frage. „Der Wettbewerb wird aufrecht erhalten“, sagte Eder.

Eine viertel Million Kosten sparen

Die Stadtwerke von Überlingen, Friedrichshafen und Bad Saulgau gründen eine gemeinsame Gesellschaft. Sie heißt Netzwerkstadt und hat ihren Sitz in Überlingen. Die drei Städte wollen mit der neuen Gesellschaft zur Pflege ihrer Stromnetze Kosten von insgesamt 250.000 Euro jährlich sparen. Die Stadt Pfullendorf sollte ursprünglich vierter Partner werden, sie ist aber ausgestiegen. Pfullendorf entschied sich – zum großen Ärger der Überlinger Nachbarn – stattdessen für die EnBW als Kooperationspartner.

Kampf um Stromkunden mit harten Bandagen

Überlingen, Friedrichshafen und Bad Saulgau wollen dagegen nicht mit der EnBW kooperieren. Für sie ist die EnBW ein direkter Konkurrent, wenn es um den Stromverkauf geht. In Überlingen und Friedrichshafen hat sich die EnBW den Zorn der Stadtwerke auf sich gezogen, als sie mit großformatigen Anzeigen und mit Preisvergleichen um Kunden in den Städten warb. Klaus Eder kritisierte das Gebaren der EnBW, da sie in einer in Überlingen erschienenen Anzeige Preise für eigentlich nicht vergleichbare Stromtarife verglichen hatte, so Eder damals. Die TWF hatten sich aus einem ganz ähnlichen Grund geärgert. In Friedrichshafen hatte die EnBW den Preis für Strom aus Wasserkraft mit konvetionell erzeugtem Strom verglichen. Die Parteien hatten sich sogar vor Gericht getroffen.

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Kleinere Stadtwerke wie die SWÜ kämpfen gegen den Konzern offenbar in letzter Konsequenz ums Überleben. Zusammen sind ihre Chancen besser. „Mehrere Partner haben sich gegen den Monopolisten zusammengeschlossen, so Eder. Ziel der Stadtwerke sei es, den Wettbewerb auf dem Strommarkt aufrecht zu erhalten. Anders als bei der Telekommunikationsinfrastruktur, wo viele Leitungen der Telekom gehören, sind die Stromleitungen nicht im Besitz eines Konzerns, sondern gehören den Stadtwerken. Kunden, die den günstigsten Anbieter für sich finden und wissen wollen, ob sie bei ihren Stadtwerken oder einem anderen Anbieter kaufen wollen, können das einen Klick weiter tun unter:

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Foto: Peter Kirchhoff PIXELIO

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