Stahringer Streuobstmosterei freut sich über Urteil zum Konstanzer Glasverbot

Generelles Glasverbot war der falsche Weg – Sinnloses Verbot und im Widerspruch zu Kreislaufwirtschaftsgesetz

Konstanz. Im September letzten Jahres haben drei regionale Getränkehersteller (Randegger Ottilienquelle, Schlör Fruchtsäfte und Stahringer Streuobstmosterei) die Klage des Konstanzer Bürgers Benjamin Wohnhaas gegen das Glasverbot unterstützt. Günther Schäfer und Sabine Seeliger von der Stahringer Streuobstmosterei kommentieren die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs aufgrund dieser Klage das Konstanzer Glasverbot aufzuheben: „Bei allem Verständnis für den Wunsch der Stadt, die Gefahr durch Scherben zu verringern – ein generelles Glasverbot ist unverhältnismäßig.“

Verbot widerspricht Kreislaufwirtschaftsgesetz

Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass das Glasverbot nicht durchgesetzt worden sei. „Wenn ein Verbot nicht durchgesetzt wird, ist es sinnlos. Wenn jedoch Polizei und Stadt verstärkte Kontrollen im Uferbereich durchführen, dann kann auch gezielt die Minderheit der Randalierer zur Verantwortung gezogen werden“, so Schäfer. Weiterhin gelte natürlich auch das Argument, dass das städtische Verbot der Glasflaschen dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz widerspricht, das die Müllvermeidung (durch Glas-Pfandflaschen) vor der Verwertung und Beseitigung (durch Dosen oder Kunststoff-Flaschen) vorgebe. Somit sprechen nach Überzeugung der Stahringer Streuobstmosterei viele Argumente dafür, eine bessere Lösung für die Scherbenproblematik zu suchen als ein generelles Glasverbot.

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