Standortumfrage: Fachleuten fallen bei Bodensee Luftschiffe ein

Wirtschaftsförderung Bodenseekreis fragte auf Standort- und Gewerbeimmobilienmesse nach

Bodenseekreis (wak) Was ist über die Bodenseeregion bekannt? Ist es wirklich der verstaubte Satz „Arbeiten wo andere Urlaub machen“? Dieser Frage ist die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis nachgegangen. Sie wollte insbesondere von Standortfachleuten wissen, was sie mit der Bodenseeregion verbinden.

Schöne Landschaft, Freizeit, Wasser, Berge

Am Rande der wichtigsten europäischen Standort- und Gewerbeimmobilienmesse bot sich die Gelegenheit Standortanbieter, Standortsuchende und Dienstleister aus diesem Umfeld zur Bodenseeregion zu befragen. Die Antwort auf die Frage, was ihnen spontan zur Bodenseeregion einfällt überraschte wenig: Schöne Landschaft, Freizeit, Wasser, Berge, Obst oder ähnliches. Zunächst also kein Hinweis auf Arbeit oder Wirtschaftskraft.

Luftschiff und Claude Dornier stehen für die Wirtschaft

Als verschieden Bilder gezeigt wurden, die der Bodenseeregion zugeordnet werden sollten, sagten über 50 Prozent, dass das Luftschiff am besten zur Bodenseeregion passe. Ebenfalls über die Hälfte der Befragten wählte Claude Dornier, neben zwei anderen zur Auswahl stehenden Personen, als die Person aus, die am besten zur Bodenseeregion passe. „Es war überraschend, dass den Befragten spontan nur Landschafts- und Freizeitthemen einfielen, sie aber zum Beispiel durch eine Bildauswahl die Verbindung zur Bodenseeregion als Wirtschaftsstandort herstellen konnten oder dessen Industriegeschichte erkannten“, so Bernhard Grieb, der im Auftrag der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis diese Befragung durchführte.

Nachteil dezentrale Lage in Deutschland

Die konkrete Frage zur Einschätzung der Wirtschafts- und Innovationskraft zeigte, dass die Region von 55 Prozent als überdurchschnittlich eingestuft wurde. Auf die Frage, ob sie Unternehmen aus der Region nennen könnten, gab es einige Einzelnennung und immerhin jeder sechste nannte die ZF. Als wichtigster Vorteil der Region wurde die Nähe zu Österreich und der Schweiz genannt. Als Größter Nachteil wurde die dezentrale Lage in Deutschland und die schlechte Verkehrsinfrastruktur ausgemacht.

Überregional wird internationaler Großraum Bodensee wahrgenommen

Benedikt Otte, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Die Umfrage ist für uns eine wichtige Basis für die weiteren Standortmarketingaktivitäten der WFB. Sie bestätigt einige Annahmen und zeigt uns einmal mehr, dass wir überregional als Großraum Bodensee mit der Schweiz und Österreich wahrgenommen werden, darin steckt eine Chance, die wir zukünftig noch stärker nutzen wollen. Gleichwohl gibt es auch Themen, die auf Kommunaler- oder Landkreisebene effektiver angesiedelt sind. So zeichnet sich beispielsweise ab, dass das Thema Luft- und Raumfahrt speziell im Bodenseekreis einen Schwerpunkt bildet, in dem noch Potential steckt.“

Foto: wrw PIXELIO

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