Startup mit trendigen Bodensee-Mitbringseln

Zwei Konstanzer Unternehmensgründerinnen mögen’s praktisch und originell

Konstanz (wak) Das Wort „Souvenir“ mögen die beiden Unternehmensgründerinnen überhaupt nicht. Julia Dandler und Marion Fuoco sagen von sich, sie seien „Andenkenausdenker“. Erfunden haben sie tatsächlich das „etwas andere Bodensee Mitbringsel“.

„Coming out“ beim Wassersportevent

So ziemlich alles an den beiden Frauen ist ungewöhnlich. Vor zwei Jahren schon kamen sie auf  die Idee. Ihr „Coming out“ aber hatten sie erst bei der Internationalen Bodenseewoche, dem großen Wassersportevent im Konstanzer Hafen, bei der sie ihre trendigen Urlaubserinnerungen vom Bodensee zum ersten Mal einem größeren und breiteren Publikum präsentierten. Das Stadtmarketing fand die innovativen praktischen Andenken toll, sagen sie.

Mütter als Unternehmensgründerinnen

Dass zwei Jahre zwischen einer Geschäftsidee und dem eigentlichen „Startup“ liegen, erscheint erst einmal lang. Die beiden Frauen mit der etwas „schrägen“ Biografie finden das aber gar nicht. „Wir sind Mütter“, sagen sie mit leicht empörtem Unterton. Drei Kinder haben sie, natürlich nicht miteinander, sondern mit ihren jeweiligen Männern. Zwei der Kinder sind mittlerweile im Kindergarten. Julia Dandler erzählt noch etwas von einer Spielgruppe und dass sie da nachher gleich auch noch zum Putzen hin müsse.

Kindergartenzeit ist Erfinderinnenzeit

So ist das also mit jungen Unternehmensgründerinnen. Aber egal, jetzt haben sie zumindest die Vormittage für ihr Projekt, ein paar Stunden Zeit, in denen sie neue Mitbringsel erfinden – bis sie eben die Kleinen wieder vom Kindergarten und aus der Spielgruppe abholen.

Feuer und Flamme für eine Idee

Julia Dandler ist eigentlich Architektin, stammt aus Stockach und hat lange in Berlin gelebt, wo sie als Event-Managerin arbeitete. Marion Fuoco kam aus New York zurück an den Bodensee. In den USA hatte die Toningenieurin in der Gastronomie gejobt. In Konstanz fiel den Frauen mit dem Blick von außen dann auf, dass es zwar viele  Touristen gibt, aber keine ansprechenden Mitbringsel. Schnell waren sie Feuer und Flamme.

Die ersten „Produkte“

Bisher gibt es zwei „Produkte“ und eine Postkarte, die sie zu Werbezwecken verteilen. Das Fotomotiv auf der Karte ist ziemlich typisch für das, was die beiden Frauen wollen. Auf dem Bild zu sehen ist eine kleine Armada von gelben Quietschenten, die im Rheinstrandbad auf dem Wasser dümpeln. Im Hintergrund ist die alte Rheinbrücke zu sehen. Nein, sagen die Frauen und klingen schon wieder leicht empört, da sei nicht etwa der Photoshop zum Einsatz gekommen. „Es war eine Kunst-Installation“, sagen sie fast wie aus einem Mund.

Nutzwert statt Staubfänger

Etwas zum Rumstellen und Abstauben finden sie blöd. Ihre „Souvenirs“ sollen einen echten Nutzwert haben. Deswegen haben sie Konstanz-Schlüsselbretter mit vier super starken Magneten und einem Konstanz-Foto als Eyecatcher erfunden. Die Magneten fangen, so wie es aussieht, den schwersten Schlüsselbund auf. Die Fotos haben die Unternehmensgründerinnen selbst gemacht. „Konstanz auf den zweiten Blick“, sagen sie. Das sind Briefkästen im Neuwerk, der Segler-Hafen aus ungewöhnlicher Perspektive, die Imperia kurz vor einem heraufziehenden Gewitter oder ein Boot im türkisgrünen Wasser des Bodensees, bei dem das Kennzeichen „KN“ zu erkennen ist. „So karibisch ist der See“, sagt Marion Fuoco. Die Schlüsselbretter sind handgemacht, erzählen Marion Fuoco und Julia Dandler.

So viel kosten die Bodensee-Mitbringsel

Die Frauen haben knallhart kalkuliert. Jedes Schlüsselbrett kostet satte 25 Euro. Günstiger zu haben sind dagegen die Backförmchen für Bodensee-Ausstecherle. Beim Rezept, das es zum Keksförmchen gibt, hat den Unternehmerinnen der Vogelbeck geholfen. Über die Bäckerei vertreiben die beiden Frauen Förmchen und Bodensee-Plätzchen. Die Backform zum selber Backen kostet 4,50 Euro.

Schluss mit Schnappsgläschen

Vertreiben möchten sie ihre Andenken künftig über die Tourist-Info, Hotels, vielleicht auf der Autofähre und demnächst auch über einen Onlineshop. Ihre Zielgruppe sind offenbar all jene, die schon genug Schnappsgläschen, Schneegestöberkugeln, Anstecker oder Goldrandteller mit Motiv zu Hause haben oder denen solche Souvenirs auf gar keinen Fall ins Haus kämen.

Kontakt


Mehr über das etwas andere Bodensee Mitbringsel gibt’s demnächst unter http://www.andenkenausdenker.de. Wer die Firma „maju die andenkenausdenker“ erreichen möchte, kann ihnen auch eine eMail schicken an info@andenkenausdenker.de.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.