Statt „Wundermittel“ gab's bittere Pillen für Medizinmann

Polizei stoppte ungenehmigte Werbeverkaufsveranstaltung

Stockach (red) Ein Teilnehmer einer Werbeverkaufsveranstaltung informierte am Dienstagnachmittag die Polizei über eine mutmaßlich unseriöse Verkaufsaktion  in einer Gaststätte in einem Stockacher Stadtteil und dass Verträge über ein Wundermittel abgeschlossen würden, das sehr teuer sei.

Sieben Beamten unterbrachen Verkaufsveranstaltung

Sieben eingesetzte Beamte des Bezirksdienstes und des Streifendienstes, sowie ein Vertreter des Ordnungsamtes der Stadt Stockach trafen auf ca. 35 Teilnehmer und zwei Verkäufer. Mit üblichen Gewinnversprechen waren die Teilnehmer aus dem Raum Ravensburg von der veranstaltenden Firma mit Postfachadresse in Norddeutschland zu der Veranstaltung „eingeladen“ worden.

Österreichischer Busunternehmer fuhr Teilnehmer

Ein österreichisches Busunternehmen hatte die Teilnehmer befördert. Ein 37 Jahre alter Mann aus dem Raum Oldenburg erklärte sich als Verantwortlicher der Veranstaltung, sein 43-jähriger Begleiter sei jedoch nur Praktikant.

Verträge wieder rückgängig gemacht

Drei bereits abgeschlossene Verträge und teilweise geleistete Anzahlungen wurden wieder herausgegeben, teilte die Polizei mit. Verkauft wurde ein „Wundermittel“ mit dem Namen Q 10, das für alle möglichen Erkrankungen (Prostata, Herz-Kreislauf, Rheuma, Herzfehler, etc…) angeblich Heilung, Linderung und Verbesserungen des jeweiligen Krankheitsbildes bringen soll.

Teures „Nahrungsergänzungsmittel“

Das von dem sich als approbierten Mediziner ausgebenden Verkäufer angebotene Wundermittel war nach Auskunft der Polizei mit „Nahrungsergänzungsmittel“ gekennzeichnet. 180 Pillen sollten für 1098 Euro an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die nicht angemeldete und nicht genehmigte Veranstaltung wurde aufgelöst, Anzeigen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung und das Heilmittelwerbegesetz gefertigt.

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