Strom in Konstanz wird zwischen 3,5 und 4,5 Prozent teurer

Stadtwerke kündigen Preiserhöhung an – 41 Prozent des Betrags kassiert der Staat

Konstanz. Alle reden davon, die Stromkunden zahlen. Die Konstanzer Stadtwerke erhöhen den Strompreis. Die höheren Preise begründen sie mit der EEG-Umlage.

Zwei Jahre waren Preise stabil

Nachdem die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien gestiegen ist, müssten die Stadtwerke Konstanz ihre Strompreise zum 1. Januar 2011 nach zwei Jahren Preisstabilität leicht anheben. Der Preis pro Kilowattstunde werde um ein Cent brutto erhöht. Damit zahle ein Durchschnittshaushalt (3 Personen) mit einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden 2,50 Euro mehr pro Monat. Die Preiserhöhung liege je nach Verbrauch zwischen 3,5 und 4,5 Prozent.

Staat kassiert bei jeder Kilowattstunde mit

Durch die jetzt erhöhte EEG-Umlage sei der staatliche Anteil am Strompreis inzwischen auf insgesamt 41 Prozent gestiegen. Dazu gehören außerdem: Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe sowie die Umlage aufgrund des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes.

Die Konstanzer Stadtwerke garantieren ihren Vertragskunden im Bestabrechnungstarif stabile Preise bis Dezember 2011. Kunden, die den Sondertarifvertrag BestÖkostrom abschließen, erhalten zu 100 Prozent Ökostrom ohne speziellen Aufpreis. Mit dem BestPreismodell werde mit jeder neuen Abrechnung je nach Verbrauch der günstigste Tarif ausgewählt.

Foto: Stadtwerke Konstanz

4 Kommentare to “Strom in Konstanz wird zwischen 3,5 und 4,5 Prozent teurer”

  1. Bruno Neidhart
    28. Oktober 2010 at 11:56 #

    Die individuelle Aufforderung zur Kompensation der Erhöhung kann folglich nur Stromsparen heissen. Aber haben dann Stadt und Land mehr Einnahmen, um die Erneuerbaren Energien effektiver zu fördern? Hilfe! (Nachsatz: Beziehe Ökostrom).

  2. Jana
    29. Oktober 2010 at 12:14 #

    Ja! Bezieher von Ökostrom fördern die erneuerbaren Energie. Denn Anbieter von Ökostrom investieren dieses zu großen Teilen in die Forschung und Herstellung von erneuerbarer Energie. Ökostrom bleibt also eine prima Sache.

  3. Bruno Neidhart
    30. Oktober 2010 at 10:10 #

    Das verstehe ich schon, Jana, darum habe ich auch diese Stromart „gebucht“ und bin damit einigermassen „grün“ dabei. Nur: Wenn alle tatsächlich kräftig sparen – beim Wasser wäre es z.B. ebenso, haben ja die Stadtwerke letztlich, unabhängig von einer Öko-Preiserhöhung, weniger Einnahmen. Also müsste der Preis wiederum generell angehoben werden, da die Ausgaben kaum sinken würden. Oder sehe ich das ziemlich falsch? Übrigens führt uns tatsächlich wohl nur ein kräftiger Minderverbrauch (in allen Sparten) zur ökologisch-ökonomischen Glückseligkeit.

  4. Stromi
    8. Dezember 2010 at 12:30 #

    Wenn ich nochmal das Wort Erhöhung höre muss ich glaube ich schreien. Jedes mal wieder werden irgendwelche fadenscheinigen Gründe ausgegraben, um zu begründen dass alles teurer wird. Am liebsten immer die Öko-Pauschlae schön um die schlecht zu reden. Dass ist doch Absicht, keiner würde sagen ja ok unsere Verwaltung war halt zu groß und wir sind schlecht in der Planung, lieber den schwarzen Peter wegschieben und andere Projekte madig machen. Man Man Man.

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