Studenten können auch Beton: Schwimmender Beton „Bulli“ aus Konstanz

Konstanzer Studenten sorgten bei 13. Deutschen Betonkanuregatta in Magdeburg für Aufsehen

Konstanz. Ein Wasserfahrzeug aus Beton. Konstanzer Studenten können alles, sogar ein Schiff aus Beton. Ein „schwimmender Bulli“ sorgte bei der 13. Deutschen Betonkanuregatta in Magdeburg für Aufsehen. Konzipiert und gebaut haben das außergewöhnliche Wasserfahrzeug Bauingenieur- und Architekturstudenten der HTWG Konstanz. Das berichtete die Hochschule.

Beton schwimmt

An der 13. Betonkanuregatta auf dem Salbker See haben etwa 1.000 Studierende der Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Architektur aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz teilgenommen. Dieses Großevent wird seit fast 30 Jahren von der Zementindustrie veranstaltet, um die Vielseitigkeit des Werkstoffs Beton zu dokumentieren, und um zu zeigen: Es ist aus Beton und schwimmt.

Hoher Spaßfaktor

Die Teams messen sich in zwei Kategorien. In der Rennklasse treten Zweier-Kanadier aus Feinbeton gegeneinander an, in der offene Klasse steht der Spaßfaktor im Vordergrund: Möglichst originelle Wasserfahrzeuge aus Beton stellen ihre Schwimmfähigkeit unter Beweis.

VW-Bulli T1 im Maßstab 1:1

In dieser Klasse trat ein sechsköpfiges Team aus Bauingenieur- und Architekturstudenten der HTWG Konstanz mit einem VW-Bulli T1 im Maßstab 1:1 aus Beton an. Bis es allerdings soweit war, musste das Team eine Menge Grips und Arbeit investieren. Die Planung und der Bau des Bullis begannen bereits Anfang 2010, doch die heiße Phase setzte in den letzten Wochen vor der Betonkanuregatta ein. Die Studierenden haben ihre Freizeit geopfert und so manche Nachtschicht eingelegt, um den Bulli detailgetreu fertig zu stellen. Am Ende stand ein „Schwimmzeug“ mit 600 Kilo Gewicht. Auf einem Schwimmkörper aus Beton setzten sie eine „Karosserie“ aus leichtem, teilweise eingefärbtem Beton auf – nach originalgetreuen Abgüssen. Zum Einsatz kamen auch Originalteile, etwa Scheinwerfer, Rücklichter und VW-Emblem.

Platz sechs für Konstanzer Studenten

Die Mühe wurde nun letztes Wochenende durch die Teilnahme in Magdeburg belohnt „und ein sechster Platz in der Bewertung der Gestaltung erreicht“, so Professor: Franz A. Zahn von der Fakultät Bauingenieurwesen, der das Projekt betreut hat. „Die vielen anerkennenden und begeisterten Kommentare anderer Teilnehmer haben bestätigt, was das Team schon wusste: Der Bulli ist Spitze“, sagt Professor Zahn. Demnächst wird der Bulli auch auf dem Konstanzer Seerhein seine Schwimmqualitäten demonstrieren, der Termin wird noch durch die Fakultät Bauingenieurwesen bekannt gegeben.

Bild: HTWG

 

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