Stuttgart 21 erreicht Landtagswahlkampf am Bodensee

Die Diskussion übers umstrittene Bahnprojekt ist in entfernter gelegenen Wahlkreisen angekommen

Stuttgart/Bodenseekreis. Auch die SPD möchte das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 vorerst stoppen. Die SPD-Fraktion forderte, die Bauarbeiten bis zu einer möglichen Volksabstimmung zu unterbrechen. Der SPD-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg und Spitzenkandidat im März 2011, Nild Schmid,  hat die amtierende CDU-FDP-Landesregierung aufgefordert, schnellstmöglich eine landesweite Volksabstimmung über Stuttgart 21 herbeizuführen. Die Diskussion hat mittlerweile auch entfernter gelegene Wahlkreis erreicht. Dietram Hoffmann, SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Überlingen, ist überzeugt davon, dass Stuttgart 21 auch auf das Ergebnis seiner Partei im Wahlkreis Bodensee beeinflussen wird. In der kommenden Woche will die SPD denn auch in Überlingen öffentlich über Stuttgart 21 diskutieren.

SPD liegt hinter den Grünen

Derzeit liegt die SPD laut Infratest dimap in Baden-Württemberg bei 21 Prozent der Stimmen. Die Grünen, die von Anfang gegen Stuttgart 21 sind, kommen auf 27 Prozent. Die CDU ist auf 35 Prozent abgesackt, die FDP und die Linken liegen jeweils bei 5 Prozent. Sonstige kämen laut Umfrage auf 7 Prozent.

Einfluss auf Stimmenverteilung am Bodensee

Da aller Wahrscheinlichkeit nach die Auseinandersetzung um Stuttgart 21 auch auf den Bodenseekreis im Landtagswahlkampf ausstrahlen werde, veranstaltet die Überlinger SPD eine öffentliche Mitgliederversammlung und einen Meinungsaustausch zu Stuttgart 21. Stattfinden wird er am Mittwoch, 22. September, um 20 Uhr im Le Foyer im Überlinger Kursaal. Zur Veranstaltung eingeladen sind nicht nur die SPD-Mitglieder aus Überlingen, Meersburg, Sipplingen und Uhldingen-Mühlhofen, sondern auch alle am Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger. Als Stuttgart 21 Befürworter wird Klaus Pimiskern, der SPD-Vorsitzende von Meersburg, sprechen. Die Bedenken gegenüber diesem Projekt werden von Dietram Hoffmann vorgetragen werden. Die Moderation übernimmt Alt-Oberbürgermeister Reinhard Ebersbach.

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