Stuttgart 21: Konstanzer Piraten fragten – Bürger antworteten

Menschen Bodensee glauben, sie profitiert nicht von Stuttgart 21

Piraten fragten BürgerKonstanz. Die Mehrheit der im Kreis Konstanz befragten Menschen, die sich in den vergangenen Tagen an einer nicht-repräsentativen Umfrage der Piratenpartei beteiligt haben, sind für eine Volksbefragung über Stuttgart 21. Für einen Volksentscheid stimmten 78,7 Prozent.

Auch S 21 Befürworter wollen Volk fragen

Da bei der Abstimmung nur 64,9 Prozent der Befragten Stuttgart 21 ablehnten, heißt das, dass auch Stuttgart-21-Befürworter das Volk in Baden-Württemberg fragen möchten. Dass die Bodensee-Region von Stuttgart 21 profitiert, glaubt nur eine Minderheit. Das ergab die Auswertung von rund 100 Fragebögen.

Ergebnisse der Umfrage im Einzelnen

Die Piraten des Kreisverbandes Konstanz hatten bereits am Samstag vergangener Woche in Stockach und Singen, sowie im Laufe der Woche in der Innenstadt von Konstanz Informationsstände aufgebaut. Unter anderem wurden den Bürgern drei Fragen gestellt, die sie an der mobilen Wahlkabine beantworten konnten: Gefragt wurde, glauben Sie, dass die Bodenseeregion vom Projekt Stuttgart 21 profitiert? Die Antworten: Ja: 27,7% Nein: 66% Enthaltung: 6,4%. Die zweite Frage lautete: Soll ein Volksentscheid über Stuttgart 21 durchgeführt werden? Die Antworten: Ja: 78,7% Nein: 18,1% Enthaltung: 3,2%. Die dritte Frage hieß: Wie würden Sie stimmen, wenn es einen Volksentscheid gäbe? Die Antworten: Für S21: 24,5% Gegen S21: 64,9% Enthaltung: 10,6%.

Einige Bürger fühlen sich schlecht informiert

Interessantwar nach Auffassung der Piraten, dass die Bürger des Landkreises Konstanz überwiegend nicht daran glaubten, dass die Bodenseeregion von Stuttgart 21 profitiere. Das Ergebnis spiegele auch die Gespräche am Rande wieder, nur wenige seien gegen einen Volksentscheid. Viele sagten aber auch, sie seien unsicher und fühlten sich schlecht informiert. Manche kritisierten, dass „gute Zusammenfassungen“ auch der Schlichtungsgespräche fehlten. Eine größere Gruppe war der Meinung, dass nur ein Volksentscheid „Ruhe in dieses Thema“ bringe. Am Stand ergeben hätten sich auch einige Gespräche mit Schweizern, die überwiegend für Volksentscheide waren, auch wenn sie sagten, dass sie zuweilen mit der hohen Anzahl an Volksentscheiden „kaum hinterher“ kämen, so die Piraten.

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