Suche nach Dauermieter für prominente Lage in Konstanz geht weiter

„Das Depot“ hat im Woolworth-Haus an der Marktstätte Filiale auf Zeit eröffnet

Das Depot ist Zwischenmieter an der Konstanzer Markstätte.Konstanz (wak) Geöffnete Türen und Seifenblasen. Im ehemaligen Woolworth-Gebäude an der Konstanzer Marktstätte hat „Das Depot“ eine Filiale eröffnet. Das Depot ist aber nur eine Zwischenlösung. Das Untergeschoss und das erste Obergeschoss des Gebäudes werden nicht genutzt. Die Suche nach einem Dauermieter geht weiter. Eigentümer ist der Investmentfonds Cerberus.

3500 Quadratmeter Nutzfläche

Schlechte Nachrichten gab es Ende vergangenen Jahres für den Edeka-Lebensmittelmarkt im Untergeschoss des ehemaligen Kaufhauses Woolworth. Auch Jürgen Norbert Baur, Betreiber des Lebensmittelmarktes, musste zum Ende des Jahres schließen. Nach der Insolvenz und dem Aus für die Konstanzer Woolworth-Filiale hatte der Kaufmann keine Wahl. Seither stehen die 3500 Quadratmeter Nutzfläche leer. An Fasnacht wurde das ehemalige Kaufhaus kurzzeitig zur Partyzone. Später gab es Spekulationen darüber, ob sich der Bau in prominenter Lage als Kunsthaus eignen würde. Angesichts der dramatischen Entwicklung der Kommunalfinanzen und des Sparzwangs dürfte die Stadt Konstanz aber keinerlei finanziellen Spielraum für derartige Pläne haben.

„Das Depot“ nutzt nur das Erdgeschoss

Seit dem 26. August ist „Das Depot“ in das Haus in der Eins-a-Lage in der Kanzleistraße gezogen. Ein Zeitmietvertrag endet allerdings bereits wieder Ende des Jahres. Eigentümer der Immobilie ist der Investmentfonds Cerberus, der sich bisher schwer tat, einen Dauermieter zu finden. „Das Depot“, das bereits mit einer Filiale im Lago vertreten ist, lockt mit Deko, Raumduft, Wohnaccessoires, modernem Geschirr, Besteck und Geschenkartikeln. Vor der Tür spuckt ein Automat am Eröffnungstag Seifenblasen.

Nördliche Altstadt abgehängt

Anders als das ehemalige Kaufhaus Woolworth nutzt „Das Depot“ nur den Haupteingang des Gebäudes. Einen Ausgang Richtung Münzgasse gibt es nicht. Einige Geschäfte und Gewerbetreibenden in den Gassen der nördlichen Altstadt fühlen sich nun abgehängt. Seit das Kaufhaus Woolworth und der Edeka-Lebensmittelmarkt geschlossen haben, sei der Fußgänger- und Fahrradfahrerstrom abgerissen. Das leerstehende Gebäude habe wie ein Riegel gewirkt. Offenbar fanden nicht allzu viele Kunden den Weg durch die Tirolergasse in Richtung Münster.

Erschienen sind bei see-online bereits Beiträge über das Ende des Lebensmittelmarktes und die Suche nach einem neuen Mieter und den Eigentümer des Gebäudes.

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