Surfer-Stunts auf dem Bodensee

Bela Forbrich über perfekte Ritte über den Schaumkronen

Überlingen (wak) Der Überlinger See ist im Sommer das perfekte Surfrevier für Anfänger. Das hat Bela Forbrich, Leiter der Surfschule Bodensee, öfter schon gesagt. Fortgeschrittene dagegen lieben die Stürme. Am Sonntag waren, als Orkantief Xinthia über den See fegte, dann die Profis dran. Spaziergänger beobachteten vom Ufer aus die Stunts auf dem See. Aufgrund der klimatischen Veränderungen rechnen die Surfer mit immer mehr Wind am Bodensee.

Wo der Spaß aufhört

Nachgefragt beim Surflehrer, der im Sommer Anfängern das Surfen beibringt, hatte nach dem Wochenende die Süddeutsche Zeitung. Bela Forbrich, Leiter der Surfschule Bodensee in Überlingen, sollte die Frage beantworten wie lebensmüde Surfer sind. „Bei dem Sturm war ich mit etwa 15 Surfkollegen auf dem Bodensee. Bei Windstärke 10 mit bis zu 50 Stundenkilometern übers Wasser zu fliegen ist ein Wahnsinns-Adrenalinrausch. Gefährlich wird’s, wenn du auf die harte Wasseroberfläche knallst.“, so Bela Forbich. „Erst ab Stärke 11, wenn die Schaumkronen oben abbrechen, macht es keinen Spaß mehr.“

Von Ex-Weltmeister entdeckt

Während in den Sommermonaten bei Wassertemperaturen von 22 bis 24 Grad Windsurfen in der Badehose angesagt ist, kommen fortgeschrittene Surfer vor allem im Frühjahr und Herbst auf ihre Kosten. „Der Klimawandel bringt uns immer mehr Wind“, so Forbich. Übernommen hat Forbich, der von Beruf Erzieher ist, die Surfschule in Überlingen von Ex-Weltmeister Peter Kleinwächter. Kleinwächter hatte einst den jungen talentierten Surfer Forbich am Strand entdeckt.

http://www.sueddeutsche.de/F5l38g/3242444/Wie-lebensmuede-sind-Sturm-Surfer.html


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