Taximörder-Verteidiger beim Arbeitskreis Kritischer JuristInnen in Konstanz

Vortragsreihe zum Thema Strafe und Strafrecht an der Universität Konstanz beginnt mit Klaus Frank

Klaus Frank Pflichtverteidiger des mutmaßlichen TaximördersKonstanz. Der Arbeitskreis Kritischer JuristInnen (AKJ) veranstaltet eine Vortragsreihe zum Thema Strafe und Strafrecht an der Universität Konstanz. Eingeladen ist der Konstanzer Strafverteidiger Klaus Frank. Er hatte den so genannten Taximörder verteidigt, der am Samstag aus der Psychiatrie ausgebrochen war und am späten Sonntagabend wieder gefasst wurde. Franks Vortrag findet am Mittwoch, 11. Mai, um 18 Uhr an der Universität Konstanz (Raum A704) statt.

Nachwuchsjuristen starten Vortragsreihe

Der AKJ ist eine Hochschulgruppe der Universität. Mitglieder sind Jurastudierende, Referendare und Doktoranden der Universität. Ziel der Gruppe ist eine kritische Auseinandersetzung mit rechtspolitischen Fragestellungen. Mit ihrer Vortragsreihe wollen die Juristen das Interesse für Themen wecken, die nicht auf dem Studienplan stehen. „Aber auch nicht JuristInnen sind herzlich eingeladen um einen Einblick in die Juristerei und den damit verbundenen Auswirkungen auf Gesellschaft zu bekommen“, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitskreises Kritischer JuristInnen (AKJ)

Top aktueller Gast am Mittwoch

Am Mittwoch,11. Mai, startet die Vortragsreihe Strafe und Strafrecht. Die Eröffnung erfolgt durch den Strafverteidiger Herrn Frank, der von seiner Verteidigung im Konstanzer Taximörderprozess berichtet. Der Fall fand in den Medien bundesweite Aufmerksamkeit. Im Anschluss an den Vortrag ist Raum für Fragen und eine Diskussion.

Abstract von Taximörder-Anwalt Frank

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Notwendigkeit bereits bei der Aufnahme des Mandats die Straferwartung mit in die Verteidigungsstrategie einzubeziehen, so Frank. Insbesondere sind dabei die vielfältigen Möglichkeiten der Strafvollstreckung in Betracht zu ziehen, um einerseits ein dem Täter gerecht werdendes Urteil zu erkämpfen, zum anderen um den gesellschaftlichen Anspruch auf Vergeltung und Resozialisierung zu erfüllen, schreibt Frabk in seinem Abstract. Ebenfalls von Bedeutung ist, ob man als Wahlverteidiger mandatiert wurde oder als Pflichtverteidiger von Amtswegen bestellt wurde. Gerade am Konstanzer Taximörderfall kann diese Problematik für die Praxis besonders gut verdeutlicht werden, so Frank.

2 Kommentare to “Taximörder-Verteidiger beim Arbeitskreis Kritischer JuristInnen in Konstanz”

  1. AKJ Konstanz
    9. Mai 2011 at 23:44 #

    http://akjkonstanz.wordpress.com/

  2. Ankarudi
    10. Mai 2011 at 10:45 #

    Der Kollege Frank sollte sich nicht zuweit aus dem Fenster lehnen, die anwaltliche Schweigepflicht gilt auch nach Beendigung des Mandats!

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