Team Dualen Hochschule und Oregon State University auf Wachauring vorn

Studenten vom See gewinnen die Formula Student Austria

Ravensburg/Friedrichshafen (red) Das gemeinsame Team der Dualen Hochschule Ravensburg und der Oregon State University hat das Rennen der Formula Student im österreichischen Melk gewonnen. Die Studenten vom Bodensee hatten bereits beim Auftakt zur Formula Student in Detroit Platz eins belegt.

Wiederholung des Siegs von Detroit

Lange haben die Studenten des Global Formula Racing Teams auf eine Bestätigung ihrer furiosen Auftaktleistung – Platz 1 in Detroit ­- warten müssen. Am Wachauring in Melk nun gelang dem deutsch-amerikanischen Team erneut der Sprung ganz oben aufs Podium. Gezittert haben die rund 50 Studenten vor allem bei der Königsdisziplin der Formula Student, beim Ausdauerrennen. In drei Wettbewerben war der Bolide zuvor vor diesem abschließenden Rennen in aussichtsreicher Position gelegen – drei Mal hatte ein Ausfall in diesem Ausdauertest einen Platz auf dem Treppchen vereitelt. So ist der Rennsport. In Österreich gelang es nun aber, den ganz großen Coup von Detroit zu wiederholen. Ein großer Moment auch für die Fahrer im Ausdauerrennen, für Matthias Wölfl und Bill Murray.

Bodensee Hochschule und Oregon State University

Dass das Team vom Bodensee, das erstmals mit der Oregon State University kooperiert, einen Boliden der Extraklasse erdacht und erbaut hat, wurde von Rennen zu Rennen erneut bestätigt. In sieben Disziplinen messen sich die Teams in der Formula Student – dabei kommt es nicht nur auf die Schnelligkeit und das Geschick an, die Studenten müssen auch etwa Technik und Kosten überzeugend präsentieren. Bei jedem der bisher fünf Rennen sahnten die Studenten vom See dabei in den einzelnen Kategorien vordere Plätze ab. In Melk etwa gab es erneut Platz 1 im Design – dabei müssen die Tüftler einer strengen Jury Rede und Antwort rund um ihr Auto stehen. „Ich denke es hat die Jury beeindruckt, dass wir das leichteste und das einzige Fahrzeug mit nur einem Zylinder gebaut haben“, meint Teammitglied Michael Warmack. Im Beschleunigungsrennen winkte Platz 2, ebenso Platz 2 für die liegende Acht (Skid Pad) und im Autocross, einer rund einen Kilometer langen Runde, reichte es zu Platz 4. Alles in allem: Eine imposante Leistung und Gesamtplatz 1. Zum sechsten und abschließenden Rennen reist das Team nun in zwei Wochen nach Italien.

Die Formula Student

Bei der Formula Student bauen Studenten in Teamarbeit einen einsitzigen Rennwagen, um damit bei einem Wettbewerb gegen Teams aus der ganzen Welt anzutreten. Es gewinnt aber nicht einfach das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Weltweit gibt es inzwischen neun Wettbewerbe, zwei in den USA und je einen in England, Deutschland, Italien, Österreich, Australien, Japan und Brasilien. Es ist jedem Team überlassen, zu wie vielen und zu welchen Wettbewerben es sich anmeldet, an den einzelnen Rennen nehmen bis zu 120 studentische Teams teil. Das Team der DHBW Friedrichshafen nimmt an sechs Bewerben teil, bisherige Ergebnisse: Platz 1 in Detroit, Platz 9 in Los Angeles, Platz 16 in Silverstone, Platz 19 in Hockenheim, Platz 1 in Melk.

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