Thorleifur Örn Arnarsson neuer Chefregisseur am Theater Konstanz

Regisseur aus Reykjavik kommt an den Bodensee

Konstanz (red) Der Isländer Thorleifur Örn Arnarsson wird 2010/2011 Chefregisseur am Konstanzer Stadttheater. Er inszeniert Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder sowie William Shakespeares König Lear. Dass die Isländer Krimis schreiben können, ist bekannt. Davon, dass ein Isländer auch auf dem Theater begeistern kann, ist der Konstanzer Intendant Christoph Nix überzeugt.  

Glücklicher Intendant Christoph Nix

„Wir haben einen internationalen Theatermacher bekommen, der bildhaft und kraftvoll den Herrschenden die Leviten lesen will“, so kommentierte Intendant Christoph Nix seine Entscheidung, den isländischen Regisseur ans Konstanzer Theater zu verpflichten.

Der Regisseur aus Reykjavik

Arnarsson, geboren 1978 in Reykjavik, absolvierte zunächst ein Schauspielstudium an der Kunstakademie in Island. Danach arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Häusern in Island sowie in Helsinki und Sydney und absolvierte ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seine Inszenierung des gemeinsam mit Andri Snaer Magnason geschriebenen Stücks Image – Ewige Glückseligkeit wurde 2007 in Zusammenarbeit mit der Living Theatre Group in Island uraufgeführt und als Stück des Jahres nominiert.

Erfolgreich in Island

Im Frühjahr 2007 gastierte die Produktion am Berliner Maxim Gorki Theater. Zu seinen letzten Regiearbeiten gehören Die Nachtwache von Lars Norén beim Nordwind-Festival 2007, Gegen die Wand von Armin Petras nach dem Film von Fatih Akin am Staatstheater Schwerin, sowie Romeo und Julia am Theater Sankt Gallen. Am Badischen Staatstheater Karlsruhe inszenierte er erfolgreich Sarah Kanes 4.48 Psychose. Als Antwort auf die Krise in Island kehrte er zurück und inszenierte Ewige Un-Glückseligkeit, ein Text, den er mit dem zweimaligen Gewinner des Isländischen Literaturpreises und dem Kairos-Preis, Andri Snaer Magnasson, geschrieben hat. Auch dieses Stück wurde zum Stück des Jahres nominiert.

Foto: Stadttheater Konstanz

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