Tod der Schmetterlinge

Hilfe für 111 berdohte Arten im Lebensraum Baden-Württemberg

111 Arten bedrohtTübingen (wak) Das Bergkronwicken-Widderchen ist auf Schutz durch den Menschen angewiesen. Das teilte das Regierungspräsidium Tübingen heute mit. Auslöser der Mitteilung ist, dass das Jahr 2010 wurde von den Vereinten Nationen international zum Jahr der Biodiversität ausgerufen. Der Anlass: Der weltweite Rückgang der Arten- und Biotopvielfalt. Vor diesem Hintergrund startet die Naturschutzverwaltung des Regierungspräsidiums Tübingen jetzt eine Info-Kampagne, mit der sie über spannenden und vielfältige Artenschutzaktionen im Regierungsbezirk Tübingen informiert. Insgesamt sind allein 111 Arten hauptsächlich in Baden-Württemberg lebende Arten bedroht.

Aktionsplan Biologische Vielfalt

Geringer Bestand, hohe Gefährdung, Schwerpunkt des Vorkommens in Baden-Württemberg – das Bergkronwicken-Widderchen zum Beispiel erfüllt alle Kriterien für die Aktion „111-Arten-Korb“ und den Aktionsplan Biologische Vielfalt. Im Frühjahr 2008 bereits wurde von der baden-württembergischen Landesregierung der „Aktionsplan Biologische Vielfalt“ gestartet. Das Projekt soll dazu beitragen, Lebensraumbedingungen und Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt an Ort und Stelle nachhaltig zu verbessern.

111 Arten unter besonderer Beobachtung

Ein wesentlicher Bestandteil des Aktionsplans ist der sogenannte „111-Arten-Korb“. Darin sind 111 Tier- und Pflanzenarten enthalten, für deren Fortbestand Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung trägt. Mit dem „Aktionsplan“ sollen die Aktivitäten der Naturschutzverwaltung ergänzt und auf eine breitere, von der Bevölkerung mitgetragene Basis gestellt werden, so das Regierungspräsidium. Deshalb sind im Land Unternehmen, Gemeinden und Verbände direkt auf ein Engagement für die biologische Vielfalt angesprochen worden.

Schmetterling steht für 50 Projekte

Inzwischen konnten schon mehr als 50 Projekte mit über 80 Projektpartnern auf den Weg gebracht werden. Eines kümmert sich um das Bergkronwicken-Widderchen. Zu seinem Schutz ist der Falter auf die Mithilfe engagierter Partner angewiesen, heißt es in einer Mitteilung des Rgierungspräsidiums. In diesem Fall sind es seit Spätherbst 2009 die Helfer der NABU Ortsgruppe Mössingen. Zusammen mit dem Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Tübingen sichern sie dem Widderchen einen wichtigen Lebensraum.

Tübinger möchte aufklären

Vor diesem Hintergrund kündigte die Naturschutzverwaltung des Regierungspräsidiums jetzt an, eine „Artikelreihe“ zu spannenden und vielfältigen Artenschutzaktionen im Regierungsbezirk starten zu wollen. Im Regierungsbezirk laufen derzeit etwa 17 Aktionen zum Schutz von Arten des 111-Arten-Korbes, heißt es. „In loser Folge möchten wir Beispiele herausgreifen und vorstellen – um das Engagement unserer Partner zu würdigen und neue Partner für den Artenschutz zu gewinnen“, so das Regierungspräsidium. Engagiert seien Schulklassen genauso wie einer Baggerfirma.

Mehr über den 111 Arten Korb gibt’s hier.

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