Tone Fink erhält den Konstanzer Kunstpreis

Kunstschaffender aus der Vorarlberger Kunstszene punktet am westlichen Bodenseeufer

Konstanz (red) Der Konstanzer Kunstpreis 2010 geht an den österreichischen Künstler Tone Fink. Fink wurde 1944 in Schwarzenberg im Vorarlberg geboren. Er lebt und arbeitet in Wien und in Fußach. Das  teilte die Stadt Konstanz mit.

Vorarlberger bespielt bevorzugt  öffentlichen Raum

Tone Fink gehört zu den internationalen Persönlichkeiten der Vorarlberger Kunstszene. An der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte er Malerei und Grafik, doch sein tatsächlicher Aktionsradius ist sehr viel weiter. Neben der Zeichnung, die bereits über Jahrzehnte eine Werkkonstante darstellt, ist der durch Objekt und Performance bespielte öffentliche Raum genauso sein Metier wie der Film. Die Grenzen traditioneller Kunstgattungen überspringt der Künstler spielerisch. Sein Werk überrascht ebenso durch die Kreativität der Formfindungen wie durch die kommunikative, den Betrachter direkt ansprechende und zur Mitwirkung auffordernde Qualität. Seine Arbeiten konzipiert Tone Fink bewusst als mobile, berühr- und benutzbare Kunstwerke, die mit dem Betrachter in Beziehung treten und ihn in Bewegung setzen.

Ausstellungen von Wien bis Tokio

Mit zahlreichen Einzelausstellungen war Tone Fink in renommierten Galerien und Kunsthäusern im In- und Ausland vertreten. Seine Werke waren unter anderem in Wien, Salzburg, Graz, Bregenz, Heidelberg, Unna, Flensburg, Essen, Berlin, Köln, Basel und Tokio zu sehen. Neben seiner künstlerischen Arbeit nimmt Fink einen Lehrauftrag an der internationalen Sommerakademie für bildende Künste in Salzburg wahr. Er erhielt den Preis der Stadt Wien für bildende Künste und die Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst.

Preis mit 8000 Euro dotiert

Die Vergabe des Konstanzer Kunstpreises 2010 an Tone Fink würdigt das Werk eines Künstlers, dessen zentrales Anliegen über die Jahre hinweg die Erweiterung des Kunstbegriffs darstellt. Der Konstanzer Kunstpreis ist mit 8.000 Euro dotiert und wird von der Stadt Konstanz und dem Kunstverein Konstanz in zweijährigem Turnus vergeben. Mitglieder der Jury sind Oberbürgermeister Horst Frank, Anna-Maria Lacher-Rapp (Kunstverein Konstanz), Winfried Nussbaummüller (Kunsthaus Bregenz), Christoph Bauer (Kunstmuseum Singen), Dorothee Messmer (Kunstmuseum des Kantons Thurgau), Dr. Friedemann Malsch (Kunstmuseum Liechtenstein), Dr. Ute Hübner (Hermann-Hesse-Höri-Museum), Corinne Schatz (Kunsthistorikerin St. Gallen), Michael Günther (Kunstverein Konstanz) und Dr. Barbara Stark (Städtische Wessenberg-Galerie).

Tone Fink Schau im Spätsommer

Die Preisverleihung findet am Sonntag, 26. September, 11.00 Uhr, im Kulturzentrum am Münster durch Oberbürgermeister Horst Frank statt. In diesem Rahmen wird auch eine Ausstellung mit Werken von Tone Fink gezeigt (Kunstverein Konstanz, 26.09. – 21.11.2010).

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