Tötungsdelikt in Singen: Sohn tötete Mutter

Polizei Konstanz

Konstanz/Singen. Bei dem Tötungsdelikt in Singen handelte es sich offenbar um die Tat des Sohnes. Mittlerweile ist nach Auskunft der Konstanzer Staatsanwaltschaft und der Polizei Haftbefehl gegen den 32 Jahre alten tatverdächtigen Sohn erlassen worden. Tatort war demnach die gemeinsame Singener Wohnung von Mutter und Sohn. Nach der Tat hatte der Sohn die Tote in einem Einkaufswagen abtransportiert, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und der Polizeidirektion Konstanz. Der mutmaßliche Täter schob den Wagen mit der Leiche durch mehrere Singener Straßen.

Sohn gesteht Tat in Singen

Am Sonntagnachmittag berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei, dass es sich bei dem dringend tatverdächtigten Mann, der bereits am Vormittag vernommen worden war, um den 32-jährigen Sohn des Opfers handelt. Gegen ihn erließ das Amtsgericht Konstanz auf Antrag der Staatsanwaltschaft mittlerweile Haftbefehl. Der Beschuldigte ist laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft geständig. Der Mann ist offenbar nicht vorbestraft. Er sei bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Nach Tötung als vermisst gemeldet

Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass es zwischen der Getöteten und ihrem Sohn am Freitag, 28. Dezember, in der gemeinsamen Wohnung zu einer zunächst verbalen und anschließend tätlichen Auseinandersetzung gekommen war. Im Verlauf des Streites würgte der 32-Jährige, wie Polizei und die Staatsanwaltschaft berichten, seine Mutter. Der Sohn brachte ihr schließlich laut Bericht mehrere tödliche Verletzungen im Bereich des Halses bei. Diese Verletzungen seien durch scharfe Gewalteinwirkung verursacht worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Um von seiner Tat abzulenken, habe der Beschuldigte seine Mutter noch in der Nacht zum 29. Dezember beim Polizeirevier Singen als vermisst gemeldet.

Tatverdächtiger transportiere Leiche mit Einkaufswagen ab

Die Leiche hatte der 32-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits entsorgt. Noch bevor der Sohn bei der Polizei Anzeige erstattete, hatte er die Tote zwischen 22 und 1 Uhr in einem orangefarbenen Einkaufswagen von der Wohnung in der Franz-Sigel-Straße bis zum späteren Leichenfundort in einem Wäldchen im Gewann „Martinsbühl“ transportiert. Die Leiche hatte der Tatverdächtige in eine dunkle Schmutzfangmatte eingewickelt. Nach Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft war der Mann in der  Georg-Fischer-Straße unterwegs, überquerte die Steißlinger Straße und begab sich über einen Fußweg in die Konstanzer- und die Rastatter Straße.

Polizei sucht Zeugen

Personen, die im angegebenen Zeitraum einen Mann mit einem entsprechenden Einkaufswagen gesehen haben, werden dringend gebeten sich bei der Polizei in Singen, Tel. 07731/888-0, zu melden.

Ein Kommentar to “Tötungsdelikt in Singen: Sohn tötete Mutter”

  1. dk
    7. Januar 2013 at 09:55 #

    Irgendwie ist man solche Fälle in Konstanz umd dem nördlichen Schwabensee schon gewöhnt. Mich berühren eher Fälle in nördlicheren Regionen, wo Verwandte aus sozialen Problemen, Ratlosigkeit und Verzweiflung ähnliche Taten durchführen. Ausserhalb der grösseren Städte hat man dort i.d.R. einen engeren Kontakt, kennt sich sehr persönlich und erkennt „besondere Veränderungen“. Ein solcher Vorgang würde dann auch als persönliches Versagen der Umgebung angesehen.

    Das „Lästern des Hr. Thierse“ erscheint als eine kostenlose Kampagne für „Rückkehrer in die neuen BL“ mit grosser Beachtung und entsprechendem Wirkungsfeld. Man merkt, dass die neuen BL von „geizigen“ BL zum Sparen verpflichtet worden sind.

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