Überlinger Oberbürgermeisterin möchte aktivere Teilnahme der Bürger

Info über Landesgartenschau 2020 bei Bürgerversammlung – OB Sabine Becker fragt Bürger wo sie vorrangig sparen wollen

Sabine Becker möchte mehr BürgerbeteiligungÜberlingen. „Auch in den nächsten Monaten werden die Überlinger Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Entscheidungsfindung bei wichtigen Themen eingebunden.“ Das kündigte die Überlinger Stadtverwaltung nach einer Klausurtagung von Gemeinderat und führenden Verwaltungsmitarbeitern an. Im Fokus standen die nächsten Schritte bei wichtigen Themen der Stadtentwicklung sowie die Beteiligung der Bürger zum Beispiel beim Haushalt.

Bürger sprechen auch beim Budget mit

Bei der Klausurtagung haben sich der Überlinger Gemeinderat und die Verwaltungsspitze am Freitag und Samstag mit der Stadtentwicklung und den „weiteren Arbeits- und Entscheidungsschritten“ beschäftigt. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Ganz rosig sind die Aussichten aber nicht, auch wenn sich die Oberbürgermeisterin nach der Klausur optimistisch zeigte. Der Grund ist die Finanzmisere, unter die Stadt leidet. Auch wenn die Wirtschaft deutschlandweit offenbar wieder im Aufwärtstrend liege, werde sich die Haushaltslage der Stadt Überlingen in den nächsten beiden Jahren kaum verbessern, so Kämmerer Ludwig Sauter. Deshalb werde der Gemeinderat die Arbeit der Haushaltsstrukturkommission wie geplant weiterführen. In öffentlichen Sitzungen würden die städtischen Fachausschüsse Szenarien zur Aufgaben- und Leistungsreduzierung erörtern und Empfehlungen für den Gemeinderat erarbeiten, teilte die Stadtverwaltung mit. Parallel sollen die Bürgerinnen und Bürger über das Internet ihre Präferenzen bei den Einsparungen angeben können. Damit macht auch die Große Kreisstadt einen Schritt in Richtung Bürgerhaushalt.

Hohe Zahl an Kleinkindern bis 2030

Bei der Kleinkindbetreuung steht die Stadt vor riesigen Aufgaben. So stelle die ansich erfreuliche Nachricht des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, dass in Überlingen in den nächsten 15 bis 20 Jahren kaum Rückgänge bei der Kleinkinderzahl zu erwarten seien, die Stadt vor „enorme Herausforderungen“. Die Betreuungsangebote müssten auch mittel- und langfristig bedarfsgerecht auf die hohe Kleinkinderzahl ausgerichtet werden, teilte die Stadt mit. Neben dem Neubau des Kinderhauses am Schättlisberg – der erste Spatenstich war am Montag dieser Woche – müssten auch noch mehrere Kindergärten in der Stadt saniert und ausgebaut werden. Die freien Träger sowie die Einrichtungsleitungen und Elternvertretungen würden bei der Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans aktiv eingebunden.

Klausur beschäftigte sich mit Landesgartenschau 2020

Weitere wichtige Themen, mit denen sich Räte und Verwaltung befassten, waren die Neuausschreibung der in eineinhalb Jahren auslaufenden Pachtverträge für das Bad-Hotel und die Kursaal-Gastronomie. Außerdem ging es um die Gewerbe- und Wohnbaulandentwicklung in Überlingen und seinen Ortschaften. Ein wichtiges Thema war erwartungsgemäß die Landesgartenschau 2020. Über weitere Projektschritte und Entscheidungszeitpunkte in Sachen Landesgartenschau 2020 referierte Erich Herrmann, Gartenbaudirektor beim Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz und Verantwortlicher für die Landesgartenschauen auf Landesebene.

Gartenschau-Bürgerinformation am 30. November

Wer es genauer wissen will, kann sich demnächst bei einer Bürgerversammlung informieren. Die Bürgerversammlung findet am 30. November statt, teilte die Stadt mit. Die erfolgreiche Überlinger Bewerbung um eine Landesgartenschau wird im Mittelpunkt der Bürgerversammlung stehen – Erich Herrmann wird seinen Vortrag zudem noch einmal vor allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern am 30. November im Kursaal halten.

Oberbürgermeisterin zieht positive Bilanz

Am Ende der Tagung zogen laut Stadtverwaltung alle Fraktionen eine positive Bilanz. Die Rede war nach der Klausur von „Transparenz“ und „verlässlicher Gremienarbeit“. Diese sei motivierend für die weitere Zusammenarbeit von Gemeinderat und Verwaltung, so Oberbürgermeisterin Sabine Becker in ihrem Fazit. Alle Teilnehmer bewerteten das Klima der Tagung als „konstruktives Miteinander“. Überlingen ist auf dem Weg in die Zukunft.

Ein Kommentar to “Überlinger Oberbürgermeisterin möchte aktivere Teilnahme der Bürger”

  1. sparring
    27. Oktober 2010 at 00:01 #

    Känguruh-City am Bodensee ?

    Eigentlich kann sich Überlingen mit leerem Beutel in den nächsten Jahren keine großen Sprünge leisten.

    Aber mit etwas gesundem Menschenverstand könnte man durchaus unnötige Kosten vermeiden. Wie z.B. am Litscherweg, wo ziemlich sinnlos der grüne, idyllische Wohnweg zu einer breiten Straße teilausgebaut wurde, – ohne daß irgendjemand wußte warum.

    Da hätte man gut und gerne eine fünfstellige Euro-Summe sparen können (in Arbeitskraft, Maschinen und Material). Die ganze Übung brachte Null-Nutzen, – eine reine Schreibtisch- Meisterleistung .

    „Achtung, die Känguruhs sind unter uns !“

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.