Verblasste Mythen: Autokennzeichen ÜB und STO

Hoppsala, Rückkehr der alten Überlinger und Stockacher Kennzeichens nicht ausgeschlossen

Kreis Konstanz/Bodenseekreis. Viele Autofahrer, die beim Anblick eines alten Nummernschilds von nostalgischen Gefühlen befallen werden, könnten bald selbst wieder ein Auto mit einem alten Kennzeichen fahren. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern, die heute und morgen, am 6. und 7. April, in Potsdam zusammenkommen sprechen auch über die Rückkehr zu alten Autokennzeichen. Am Ende könnte ein Ja und die Rückkehr der Autokennzeichen ÜB und STO stehen.

ÜB und STO

Auch die Stadt Überlingen (früher Autokennzeichen ÜB) ist der „Gmünder Erklärung“ für Kennzeichen-​Liberalisierung beigetreten. Oberbürgermeisterin Sabine Becker unterzeichnete im Namen der Stadt. In Potsdam diskutieren die Minister auch über den Vorschlag, dass Städte alte Kfz-Kennzeichen wieder einführen dürfen. Überlingen und Stockach wären nicht abgeneigt.

Kreisstadt FN nicht nah

So hat es vielen Überlingern noch nie gefallen, dass sie statt mit einem badischen ÜB-Kennzeichen mit einem schwäbischen FN-Nummernschild durch die Welt fahren müssen. Der Bodenseekreis wurde im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 durch Vereinigung des Landkreises Tettnang mit dem Hauptteil des Landkreises Überlingen gebildet. Die Verbindung zwischen dem westlichen Teil und dem östlichen Teil des Kreises sind aber eher locker. Bis heute gehört Überlingen zwar zum neu gebildeten Bodenseekreis mit dem Landratsamt in Friedrichshafen, das für Überlingen zuständige Landgericht und die Arbeitsagentur sitzen aber im badischen Konstanz. Mit Friedrichshafen identifizieren sich die Überlinger weniger – und manche mögen auch das FN-Kennzeichen nicht.

Studie der Hochschule Heilbronn

Für Aufsehen gesorgt hatte im vergangenen Jahr auch Studie der Hochschule Heilbronn. In 51 Städten wollten etwa dreiviertel aller Befragten die alten Kennzeichen zurück – vor allem junge Leute. Das Kfz-Kennzeichen sei ein wichtiges und kostenloses Marketing-Instrument, so Prof. Ralf Bochert.

Hier geht es zur Studie.

Bochert prof Studie

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