Verbot von Feuerwerkskörpern in Teilen der Konstanzer Altstadt

Risiko bei beschädigten Häusern besonders hoch – Einschränkungen auch in übrigen Stadtteilen

Konstanz. Weil eine verirrte Silvesterrakete verheerende Schäden in den beim Altstadtbrand schwer beschädigten Gebäuden anrichten könnte, greift die Stadtverwaltung radikal durch. Sie hat eine Allgemeinverfügung erlassen und verbietet Silvesterfeuerwerke in weiten Teilen der historischen Altstadt.

Fehlende Wände und Dächer in beschädigte Häusern

In der Silvesternacht müssten die an das in der Hussenstraße abgebrannte Haus angrenzenden Nachbarhäuser Kanzleistraße 19 und Hussenstraße 3 besonders geschützt werden. In den Häusern, in denen noch offene Wunden klaffen, gebe es derzeit eine Vielzahl von Eintrittsmöglichkeiten für aufsteigende Feuerwerksraketen. Eine verirrte Rakete könnten den nach vielen Tagen gelöschten Altstadtbrand erneut entfachen.

Keine Rakten zwischen Laube und Konzilstraße

Am Dienstagnachmittag stellte die Stadt klar: In weiten Teilen der Altstadt dürfen an Silvester keine Feuerwerkskörper gezündet werden. Wörtlich heißt es in einer Mitteilung: „Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe vom 23.12.2010 in der Hussenstraße / Kanzleistraße erlässt die Stadt Konstanz eine Allgemeinverfügung, wonach das Abschießen und Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen (insbesondere Feuerwerkskörpern) der Kategorie II (Kleifeuerwerk, z.B. Raketen, Schwärmer, Knallkörper, Batterien etc.) über das vom 2. Januar bis 30. Dezember bestehende gesetzliche Abbrennverbot hinaus auch am 31.12.2010 und am 1.01.2011 im mittleren Bereich der Altstadt verboten ist. Das Verbotsgebiet wird umgrenzt von Katzgasse, Münsterplatz im Norden, Konzilstraße, Fischmarkt, Bahnhofplatz im Osten, Bahnhofstraße, Obere Augustinergasse, Augustinerplatz, Hieronymusgasse im Süden und Obere und Untere Laube im Westen.“

Stadt kündigt Überwachung des Verbots an

Das Bürgeramt weist über diese besondere Regelung hinaus auf die allgemein bestehenden Einschränkungen für Feuerwerkskörper hin, die in allen Stadtteilen gelten. Danach ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten. Wer diese Verbote missachtet muss mit einer Geldbuße rechnen. Dieses kann im Einzelfall bis zu einer Höhe von 50.000 Euro festgesetzt werden. Die Landespolizei und die Ortspolizei überwachen das Verbot.

Foto: Homepage Stadt Tübingen

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