Verbraucher schauen skeptischer in Zukunft

Studie der Zeppelin Universität zeigt Verunsicherung

Friedrichshafen (red) Die deutschen Verbraucher blicken skeptischer als noch im Krisenjahr 2009 in die Zukunft. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des „MRI Vertrauensbarometers Deutschland“ in Kooperation mit der Zeppelin Universität (ZU) Friedrichshafen und dem Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) der Universität Münster.

In den letzten Monaten ging’s mit dem Vertrauen bergab

„Im zweiten und dritten Quartal 2009 konnten wir eine leichte Erholung des Deutschen Bevölkerungsvertrauens beobachten, waren aber auch dort noch weit von dem Niveau vor der Krise entfernt. Im vierten Quartal haben sich die Werte nun wieder leicht verschlechtert“, erklärt Professor Dr. Peter Kenning, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing an der ZU.

Verbraucher schauen skeptischer in die Zukunft

„Obwohl der Trend hoffen ließ, dass wir die Talsohle durchschritten hätten, werden wir nun durch den Vertrauensverlust im vierten Quartal eines Besseren belehrt“, ergänzt Tim Eberhardt, der das Vertrauen der Bevölkerung in die deutsche Wirtschaft am ZU-Lehrstuhl für Marketing untersucht. Dabei konnte er beobachten, „dass trotz eines ordentlichen Weihnachtsgeschäftes insbesondere die wirtschaftlichen Erwartungen der Verbraucher eine große Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung verdeutlichen.“

Ängste trotz steigender DAX-Werte

„Zwar sind viele Menschen von der Krise noch nicht betroffen, sie ahnen aber, dass die Lage nicht so stabil ist, wie es mit Blick auf steigende DAX-Werte den Anschein hat. Es ist im Wesentlichen die persönliche Angst vor dem, was noch kommen mag, die zu den nach wie vor relativ schlechten Werten des Barometers führt“, erläutert Kenning.

Erfahrungen und Erwartungen abgefragt

Das „MRI Vertrauensbarometers Deutschland“ beinhaltet eine fortlaufende wissenschaftliche Erhebung, die monatlich die konjunkturelle Einschätzung der deutschen Bevölkerung misst (Bevölkerungsvertrauen). Bei dieser Umfrage werden sowohl Erfahrungen als auch Erwartungen der Menschen abgefragt. So wird beispielsweise nach der vergangenen und zukünftigen Wirtschafts- und Preisentwicklung gefragt wie auch nach der finanziellen Lage des eigenen Haushalts und nach der Sicherheit der Arbeitsplätze. Die Beurteilungen werden dann in einen Index überführt. Das „MRI Vertrauensbarometer Deutschland“ untersucht überdies das Vertrauen der Kunden und Konsumenten in unterschiedliche Branchen (bspw. Banken, Versicherungen, Telekommunikation, Reiseveranstalter) und Unternehmen innerhalb des deutschen Wirtschaftsraumes.

Foto: zeppelin-university

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