Verkehrskonzept Konstanz-Wollmatingen: Mehr Autos auf Westtangente

Weniger Verkehr in WollmatingenKonstanz. Die Verlagerung des Verkehrs auf die Westtangente funktioniert. Offenbar fahren weniger Autos durch den Stadtteil Wollmatingen. Die Rotlicht-Phase für Linksabbieger noch weiter zu verlängern ist aber aufgrund der Länge der Spur nicht möglich, da es sonst zu Rückstaus auch in Richtung Westtangente kommen würde. Wollmatinger Bürger fordern jetzt Tempo 30 und Tenmpomessungen. Ärgerlich: Die L 220 kann offenbar erst dicht gemacht werden, wenn die B 33 ausgebaut ist. Wäre die Strecke zwischen der Kreuzung bei der Reichenau Waldsiedlung von und nach Wollmatingen dicht, wäre auch endlich Schluss mit den ewigen Staus für den aus Richtung Konstanz kommenden Verkehr, der hier immer wieder durch die Ampel ins Stocken gerät. Die Ampel ist nur nötig, damit von Allensbach kommende Autos in Richtung Wollmatingen geradeaus fahren können.

Gespräch im Baudezernat

In einem bereits länger anberaumten und konstruktiven Gespräch  mit Vertretern des Regierungspräsidiums und der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen zum Verkehrskonzept Wollmatingen mit dem Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen, Matthias Heider, sowie Egbert Held vom Landratsamt Konstanz als Vertretung für das Regierungspräsidium Freiburg stand der aktuelle Sachstand zum Verkehrskonzept Wollmatingen im Mittelpunkt. Das teilte die Stadt mit.

Mehr Verkehr auf der Westtangente

Ein bedeutendes Ziel des Verkehrskonzeptes ist die Verlagerung des Verkehrs auf die Westtangente. Aktuelle Zählungen der Verkehrsströme am Knotenpunkt Nordumfahrung / Westtangente liegen vor, so dass die Ampelphasen im Hinblick auf die gewünschte Verkehrsverlagerung durch das Landratsamt weiter optimiert werden können. Das Landratsamt bestätigt anhand der aktuellen Signalphasen, dass die Zielsetzung eines entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses bereits länger umgesetzt sei. Die Rotzeiten für die Linksabbieger von der Nordumfahrung nach Wollmatingen wurden zur Inbetriebnahme der Westtangente wesentlich verlängert.

Keine längere Rotphase

 

Aufgrund der baulichen Länge der Linksabbiegespur sei eine weitere Verlängerung der Rotzeit in Richtung Wollmatingen zu prüfen. Ein eventueller Rückstau würde an dieser Stelle den Geradeausverkehr auf die Westtangente blockieren. Bauliche Änderungen am Knotenpunkt sind aufgrund der Planfeststellung rechtlich nicht machbar. Den Beschluss über den Ausbau des Knotenpunktes hat seinerzeit die Stadt Konstanz durch den Gemeinderatsbeschluss mitgetragen. Nach Aussage des Landratsamtes funktionieren die Verkehrsabläufe am Knotenpunkt gut.

Kein L 220-Rückbau aus vertraglichen Gründen

Die L 220 von der Waldsiedlung kommend kann aufgrund vertraglicher Regelungen nicht vor der Inbetriebnahme der B 33 neu zurückgebaut werden. Somit ist auch an der Verkehrsführung des Knotenpunktes kurzfristig keine wesentliche Änderung denkbar. Alle am Gespräch Beteiligten werden versuchen, mit dem damaligen Widerspruchsführer eine baldige Lösung zur Schließung der L 220 zu erreichen. Mit dieser Maßnahme könnte eine weitere Entlastung von Wollmatingen erreicht werden.

Wollmatinger wollen jetzt Tempo 30

Ein großes Anliegen der Bürgergemeinschaft ist die weitere Temporeduzierung in der Ortsdurchfahrt. Es soll hier schnellstmöglich Tempo 30 eingerichtet werden, wobei die Überwachung der eingehaltenen Geschwindigkeit durch stationäre Radargeräte notwendig erscheint. Dies hatte auch der Gemeinderat beschlossen. Die Verwaltung arbeitet derzeit mit hoher Priorität an der Umsetzung.

Falsche Schilder

 

Aufgrund der wegweisenden Beschilderung im Stadtgebiet soll es vorkommen, dass Autofahrer immer noch durch Wollmatingen geleitet werden, um zu weiterführenden Zielen zu gelangen. Mit dem Landratsamt und dem Bürgeramt werden die Schilder daraufhin überprüft und wenn nötig angepasst.

 

 

2 Kommentare to “Verkehrskonzept Konstanz-Wollmatingen: Mehr Autos auf Westtangente”

  1. Müller
    30. Oktober 2013 at 18:47 #

    Die Frage ist was möchte man erreichen. Möchte man „Nur“ die Autos aus Wollmatingen raushalten? Dann würde es doch schon ausreichen in Wollmatingen selber die vielen Ampeln länger auf Rot zu belassen. Dann gibt es noch weniger Durchgangsverkehr. Natürlich werden damit auch die Anwohner länger sehen müssen bei Rot.

    Aber viel wichtiger ist die Frage: Warum fahren die vielen Autofahrer denn immer noch da lang? Warum fahren sie nicht freiwillig außen herum? Wenn man sich diese Frage mal stellt, dann hat man doch die Lösung. Und dann kann man auch aufhören mit Jammern.

    Die Antwort ist ganz einfach: STAU. Auf der B33 ist jeden Tag STAU. Warum sollte man im STAU stehen, wenn man auch durch Wollmatingen fahren kann? Und das wird bald wieder noch schlimmer werden, da der STAU auf der B33 noch viel schlimmer werden wird, wenn die nächste Baustelle los geht (Brücke über die B33 hin zur Reichenau) und man hier kaum noch durch kommt. Man beachte, daß alle bisherigen Staus immer nur als „Geringfügige Staus“ bezeichnet werden, während der kommende Stau mit „Erheblich“ betitelt wird.

    Die Lösung wäre so einfach. Die B33 fertig bauen. Die Pläne sind jetzt bald 40 Jahre alt. Wäre die B33 fertig, gäbe es keinen STAU mehr. Und dann erlaubt man in Wollmatingen einfach das Parken auf der Straße, ggf. unterstützt mit Parkmarkierungen. Das erschwert den Durchgangsverkehr und die Autofahrer fahren ab dann freiwillig anders.

    An die Zeitung: Wie wäre es, wenn Ihr mal einen „Fahrbericht“ erstellt? Start: Zähringer Platz. 17:00 Uhr Freitag. Ziel: Hegne. Der würde dann so aussehen können „Fahren über Wollmatingen: 5 Ampeln. Dauer: 15 Minuten. Strecke: 10 km. Fahren über die B33: 10 Ampeln, 1 Bahnschine, 3 Baustellen. Dauer: 45 Minuten. Strecke: 12km“. Das ganze nur nicht „ausgedacht“ und mit ein paar zig Bildern.

  2. Fafnir
    1. November 2013 at 09:05 #

    Genau, lieber Müller. Aber dann muss man sich auch fragen, warum die B33 nicht fertiggebaut wird: Weil grünbewegte Dagegenaktivisten die Fertigstellung seit Jahrzehnten verhinden. Die halten sich für großartige Umweltschützer, während sie tagtäglich tausende von Bürgern in den Staus leiden lassen.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.