Verkehrsministerin Tanja Gönner packt Fahrradverkehr am Bodensee an

SPD-Landtagsabgeordneter Norbert Zeller: Brummi-Umleitung in Aussicht

Sipplingen (red) In die Sache „Radweg Sipplingen“, zu dem der Landtagsabgeordnete Norbert Zeller bei der neuen Verkehrsministerin Tanja Gönner eine Anfrage zu der Neuplanung entlang der B 31 alt machte, kommt anscheinend Bewegung. Dies schließt Zeller, SPD, aus der Antwort von Gönner, die im Gegensatz zum früheren Verkehrsminister Müller, CDU, und zum früheren Staatssekretär Rudolf Köberle, CDU, nun erstmals das Problem der Lastwagen in dem Bereich der B 31 aufgreift und ein zeitlich befristetes Verkehrkonzept zur Umlenkung für den LKW-Druchgangsverkehr auf der B 31 von und in Richtung Stockach erarbeiten lässt. Das teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Zeller mit.

100 Laster raus aus Sipplingen

„ Es sind rund 680 LKW täglich auf dieser Strecke unterwegs“ , so der Bericht des Regierungspräsidiums, „und 100 davon, also 14,7 %, die auf der B 31 alt unterwegs sind, könnten auf die B 31 neu verlagert werden“, heißt es in dem Schreiben von Tanja Gönner an Zeller. Der bewertet dies schon mal als einen Schritt in die richtige Richtung und wundert sich erfreut, dass „dies nun möglich werden soll, wo doch die Vorgänger von Gönner dies immer als nicht machbar darstellten“. Er hatte als Zwischenlösung dies seit langem gefordert, war in der Vergangenheit damit aber bei der Landesregierung auf Ablehnung gestoßen.

Prognose: Immer mehr Fahrräder am Bodensee

Klar gehe aus dem Schreiben der neuen Umweltministerin auch hervor, dass der Radfahrverkehr auf der B 31 alt in Sipplingen enorm zugenommen hat. Im Juli 2004 wurden an einem normalen Werktag 600 Radfahrer und an einem schönen Sonntag 1530 Radler gezählt, Die Prognosen sehen nun so aus, dass im Jahr 2025 am Normalwerktag die Radfahrer auf 1020 und an einem schönen Sonntag auf 2750 geschätzt werden.

Neue Lösung für Bodenseefahrradweg gesucht

Zeller hatte bei Gönner nach einem Besuch in der Gemeinde Sipplingen angefragt, weshalb eine neue Radwegeplanung vorgenommen werden soll und wie diese aussehe und bis wann mit einer Lösung zu rechnen sei, die angesichts der gefährlichen Situation für Radfahrer des Bodenseefahrradrundwegs in Sipplingen dringend erforderlich sei. Darauf erklärte Gönner nun, dass die bisherige Planung vorsah, den Radweg auf einem rund 850 Meter langen Steg am Bodenseeuferbereich zu führen. Aufgrund der hohen Kosten habe das Regierungspräsidium die Machbarkeit der abschnittsweisen Führung des Radwegs in Dammlage entlang der bestehenden Bahnstrecke anstelle der Steglösung untersucht. Diese Prüfungen und Abstimmungen mit Naturschutzaspekten usw. sollen in einem Vorentwurf bis Herbst fertig sein, so dass dann ein Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gestellt werden kann. Die Kosten für die Maßnahme beliefen sich auf rund 3,7 Mio. €.

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  1. lifePR DE: Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner spricht zu "Die Rolle der Stadtwerke im Energiekonzept 2020" in Stuttgart - Jerome Mile - 18. Mai 2010

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