„Vermittlung von Arbeitslosen erfolgt am besten vor Ort“

Lehmann: Landkreis Konstanz soll sich um Option für Jobcenter bemühen

Konstanz (red) Nach Ansicht des Grünen Landtagsabgeordneten Siegfried Lehmann soll sich der Landkreis Konstanz um die Option für das Jobcenter bewerben. „Wenn der Landkreis Optionskommune werden möchte, muss er sich um Qualität und Transparenz bemühen.“ Insgesamt wollen 24 der 35 Kreise im Land Optionskommune werden. Nicht alle werden voraussichtlich den Zuschlag bekommen. Der benachbarte Bodenseekreis ist bereits Optionskommune.

Eine Anfrage des Landtagsabgeordneten über das Verfahren zur Vergabe der Optionen mache deutlich, dass verschiedene Qualitätskriterien erfüllt werden müssten, um den Zuschlag zur Option zu erhalten. „Hier stehen die Landkreise im Wettbewerb um beste Qualität, das kann der Arbeit der Jobcenter nur gut tun. Ich bin sicher, dass der Landkreis Konstanz gute Chancen auf die Option hat, wenn er sich darum bemüht und es gelingt, den Service gegenüber den betroffenen Kunden in den Vordergrund zu stellen.“

Qualitätskriterien wie die organisatorische Leistungsfähigkeit der Verwaltung, die Fähigkeit zur Erfüllung der Eingliederungsziele und ein Konzept zur überregionalen Arbeitsvermittlung sollen den eventuellen Zuschlag für eine Option auf die Regie der Jobcenter bestimmen, so Lehmann. Dies geht aus einer Anfrage des Konstanzer Landtagsabgeordneten Lehmann hervor. Lehmann findet das qualitätsorientierte Auswahlverfahren gut: „Dieses Verfahren eröffnet einen Wettbewerb um die Vermittlung vor Arbeitslosen. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Qualität der Jobcenter und damit auch der Umgang mit Empfängern von Sozialleistungen verbessern wird.“

Der Grüne Abgeordnete hofft, dass der Landkreis Konstanz den Zuschlag für die Option bekommen wird. „Die Vermittlung von Arbeitslosen erfolgt am besten vor Ort. Regionale Besonderheiten und Strukturen können hier am ehesten in die Vermittlung von Arbeitssuchenden einbezogen werden.“ Gerade die Auswahl von Weiterbildungsmaßnahmen könne unter dem Aspekt des wirtschaftlichen Bedarfs in der Region wesentlich zielführender erfolgen.

Allerdings sieht der Landtagsabgeordnete Lehmann noch einige Arbeit auf den Landkreis zukommen, bevor der Zuschlag für die Option erteilt wird. „Meine Anfrage hat deutlich gemacht, dass die Qualitätskriterien zur Betreuung von Vermittlung von Arbeitslosen ausschlaggebend für den Erhalt der Option sein werden. „Der Landkreis müsse also ein schlüssiges Konzept vorlegen, welches sich gegenüber den anderen interessierten Landkreisen in Baden-Württemberg sehen lassen und eine überdurchschnittliche Qualität der Arbeit deutlich mache. Auch eine deutliche Orientierung der Arbeit des Jobcenters hin zu einem Serviceangebot für Kundinnen und Kunden hält Lehmann für notwendig: „Der Umgang mit den Betroffenen muss sich dahingehend ändern, dass diese sich ernst genommen und in ihrer individuellen Situation bestmöglich unterstützt fühlen.“

Entsprechend einer Umfrage des Landkreistags Baden-Württemberg bekundeten 24 der 35 Landkreise ihr Interesse, künftig eine der zusätzlichen Optionskommunen zu werden. Wie viele Optionskommunen im Land möglich werden, ist bislang unklar. Insgesamt soll es bundesweit einschließlich der bereits bestehenden Optionskommunen 110 Optionsmodelle geben.

Der Grüne Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann sieht den Landkreis auf einem guten Weg. „Ich bin sicher, dass der Landkreis Chancen hat, den Zuschlag für einer der Optionskommunen zu bekommen. Der Erfolg wird aber maßgeblich davon abhängen, ob es dem Landkreis gelingt, deutlich zu machen, dass man bereit ist, an der Qualität des Jobcenter zu arbeiten und der politische Wille für eine Optionskommune vorhanden ist. Ich hoffe, es wird im Kreistag eine deutliche Mehrheit dafür geben!“

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