Versicherung deckt nach Totalschaden in Konstanzer Kita nicht alle Kosten

Viele Spenden nach Brand des Kinderhauses Edith-Stein in der Gustav-Schwab-Straße

Konstanz (wak) Der Brand, der das Konstanzer Kinderhaus Edith-Stein zerstört hat, war nicht nur ein Schock für Eltern, Kinder und Kita-Mitarbeiter. Zwar kommt eine Versicherung für den Brandschaden auf, die Katholische Gesamtkirchengemeinde ist aber auch in der Pflicht und die Trägerin der Kita, die Kirchengemeinde St. Gebhard, wird voraussichtlich auf einem Teil der noch entstehenden Kosten sitzen bleiben.

Viele Spielzeugspenden fürs Kinderhaus

Thomas Gisler vom Elternbeirat des Edith-Stein-Kindergartens hat sich mittlerweile bei der Stadt gemeldet: Die Kinder haben sich mittlerweile in ihrer Not-Kita eingerichtet und sind dort auch mit Spielzeug gut versorgt. Der Aufruf für Sachspenden für das abgebrannte Kinderhaus Edith-Stein habe ein überwältigendes Echo ausgelöst, heißt es seitens der Eltern. Offenbar sind dem Kinderhaus inzwischen so viele Spielwaren und Einrichtungsgegenstände überlassen worden, dass der Bedarf gedeckt ist. „Wir und die Kinder möchten Ihnen allen dafür herzlich danken“, schrieb Thomas Gisler und bedankte sich bei den Spendern.

Zwischenlösung kostet Stadt Geld

Die Kirche selbst allerdings wird voraussichtlich erst noch so richtig Geld in die Hand nehmen müssen. Die Kita soll an ihrem alten Standort wieder aufgebaut werden. Das bestätigte der städtische Pressesprecher Walter Rügert. Bis dahin wird es aber noch dauern, so dass eine Zwischenlösung nötig ist. Im Gespräch war die ehemalige französische Schule in der Pestalozzistraße. In diese Richtung werde momentan intensiv überlegt, sagte Dieter Gräble, Geschäftsführer der Katholischen Gesamtkirchengemeinde. Möglich wäre aber auch eine Containerlösung.  Außer Frage steht, dass die Trägerin der Kita, in diesem Fall – wie für die ehemalige Schule oder zum Beispiel auch für Container –  selbst Geld in die Hand nehmen müsste. Auf die Kirche dürfte ein ein Fehlbetrag zukommen, der durch die Versicherung nicht oder nur teilweise gedeckt wird. Die Versicherung werde nur für den Gebäudeschaden aufkommen, so Gräble. Die Kosten für die zwischenzeitliche Unterbringung der Kinder sei nicht gedeckt. Das Spendenkonto Kontonummer: 227 000 007 bei der Volksbank Konstanz (BLZ: 692 910 00), Empfänger: Kinderhaus Edith Stein, Stichwort: Wiederaufbau Kinderhaus, besteht deswegen erst einmal noch weiter.

Inwieweit sich auch die Stadt an zusätzlichen Kosten beteiligt, steht noch nicht fest. Wenn es um den Neubau von Kindereinrichtungen geht,  bezuschusst die Stadt Konstanz den Gesamtaufwand der Investition ihren eigenen Richtlinien entsprechend mit einem Zuschuss von 80 Prozent. 20 Prozent zahlen die jeweiligen freien Träger.

Fotos: wak

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