Viele lange, laue Sommernächte bis Mitternacht in Kneipen unter freiem Himmel in Konstanz

Verkürzte Sperrzeit für Außengastronomie – Ab 1. Juni dürfen Betriebe im Freien bis 24 Uhr öffnen

Konstanz. Gastwirte dürfen ihre von Freitag, 1. Juni, an in Konstanz ab sofort bis Mitternacht im Freien bewirten. Die Konstanzer können sich auf lange, lauen Sommernächte freuen. Allein in der Altstadt und in Stadelhofen gibt es 85 Gaststätten mit Garten- oder Straßenwirtschaften. 

Drei Monate länger draußen sitzen

Gute Nachricht für alle Biergarten- und Weinlaubenfreunde: In den Monaten Juni, Juli und August dürfen Außengastronomie-Betriebe generell bis 24 Uhr und damit eine Stunde länger als sonst geöffnet haben. Der Gemeinderat hat die verkürzte Sperrzeit im Freien am 29. März diesen Jahres beschlossen.

11.500 Menschen wohnen in der Altstadt

Im Sommer länger draußen sitzen zu dürfen, bedeutet mehr Lebensqualität. Die 11.500 Menschen, die in der Altstadt und in Stadelhofen wohnen, sehen es genauso. Wenigstens kamen im vergangenen Sommer, als die Wirte erstmals eine Stunde länger ihre Kneipen unter freiem Himmel öffneten und Gäste bis Mitternacht im Freien bewirten durften, kaum Klagen.

Schwarze Schafe sanktionieren

Längere Kneipenöffnungszeiten unter freiem Himmel bedeuten für Landespolizei und Stadt aber auch, dass sie angezeigte Ruhestörungen konsequent verfolgen müssen. Denn draußen zu sitzen bis 24 Uhr bedeutet nicht, dass schmuddelige Bierkneipen Altstadtgassen bei offenen Fenstern und offener Kneipentür rücksichtslos bis weit nach Mitternacht in Festzeltlautstärke beschallen dürfen und Alkoholika im Straßenverkauf ausschenken können, mit der Folge, dass sich alkoholisierte Gäste dann auf Treppen und Fenstersimsen niederlassen. Wenn schwarze Schafe nicht sanktioniert werden, könnte es der Stadt den Kneipensommer verhageln und Anwohner und Kneipengänger gegeneinander aufbringen. Das wäre schade. Eine gute Nachricht ist es da, dass ein besonders dunkelschwarzes Schaf seine Kneipe anscheinend endgültig verrammeln muss, da der Pachtvertrag offenbar nicht verlängert worden ist. Der Wirt räumt aus – die Polizeistreife musste am Pfingstsonntagabend hoffentlich zum letzten Mal vorbei fahren.

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