Frei für High Heels und Rollatoren? Vorentscheidung über Pflaster auf Konstanzer Münsterplatz fällt

Pflaster20130709_103358Konstanz. Auf der Tagesordnung des Technischen und Umweltausschusses (TUA) heute Donnerstag stehen 17 Punkte. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 16 Uhr im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes Laube. Themen sind unter anderem die Verkehrsberuhigung in Wollmatingen, der Städtebauliche Wettbewerb „Döbele“ sowie die barrierefreien Pflasterflächen am Münsterplatz Konstanz. Fallen wird auch eine Vorentscheidung darüber, ob die Stadt das Pflaster auf dem Münsterplatz abschleifen lässt oder Sandsteinplatten verlegt, um den Platz begehbar zu machen. 

Barrierefreier Münsterplatz

Der Gemeinderat hatte sich dafür ausgesprochen, über die Variante des Abschleifens der Pflastersteine nach dem Beispiel der Stadt Basel (CH) nachzudenken. Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Lösungen für die behindertengerechte Wegegestaltung auf dem Münsterplatz Konstanz: Varinate eins wäre der Ersatz der Pflastersteine durch Sandsteinplatten. Variante zwei ist das Abschleifen der vorhanden Wackenpflaster nach dem Beispiel der Stadt Basel.

Basler Abschleif-Methode

Das Rheinwackenpflaster in Basel ist laut Stadt ist mit dem Pflaster auf dem Münsterplatz Konstanz  vergleichbar. Die Stadt Basel hat Erfahrungen mit Schleifarbeiten auf Rheinwackenpflasterungen bereits seit 2005 – die Verbesserungen erfolgten in enger Abstimmung mit dem schweizerischen Behindertenverband.

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Musterfläche angelegt

Zur Beurteilung der abgeschliffenen Pflasteroberflächen hatte es bereits im März eine Ortsbesichtigung in Basel gegebe. Mit dabei waren Mitglieder des Gemeinderates und Vertreter der Mobiltätseineingeschränkten. Außerdem wurde zur Qualitätsbeurteilung eine Musterfläche auf dem Münsterplatz in Konstanz (Nordseite Münster – Kreuzgang) angelegt, die Fachfirmen aus Basel angelegt hatten.

Entscheidung über Platz fällt

Der Technische und Umweltausschuss sowie Interessensvertreter von Mobilitätseingeschränkten wollen sich am Donnerstag eine abschließende Meinung bilden. Die Entscheidung des Gemeinderates erfolgt dann voraussichtlich in der Sitzung am 18.Juli.

Städtebaulicher Wettbewerb „Döbele“

Außerdem möchte die Verwaltung über die Ergebnisse der Beteiligungsverfahren beim Thema Döbele informieren und schlägt vor, die Rahmenbedingungen und Planungsziele zur Auslobung eines offenen zweistufigen städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Döbele“ zu beschließen.

Wettbewerb geplant

Im Haushaltsplan der Stadt Konstanz 2013 / 2014 wurden 150.000 Euro bereitgestellt. Für die Beauftragung der Wettbewerbsbetreuung und zwingend notwendige Gutachten wurden im Vorgriff auf den Doppelhaushalt 2013 /2014 bereits 60 000 Euro genehmigt. Außerdem soll vor Auslobung des Wettbewerbs eine Bürgerbeteiligung stattfinden. Es sollen, wie es heißt, auch die grundsätzlichen Voraussetzungen und Chancen geklärt werden, indem eine Vielzahl von Gruppen und Einrichtungen einbezogen werden.

Bürger gehört

Zur Vorbereitung der Bürgerbeteiligung hat es im April und Mai diesen Jahres bereits Gesprächsrunden mit verschiedenen Interessengruppen zu den Themen Wohnen, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen, Verkehr sowie soziale Aspekte gegeben. Zudem wurden einzelne Vertreter der Bürgergemeinschaft Paradies sowie Anlieger gehört. Zielsetzung dieser frühen Beteiligungsrunde war, möglichst viele Belange, Wünsche und Erwartungen frühzeitig im Vorfeld der Ausarbeitung der Auslobung des Wettbewerbs kennenzulernen. Am 5. Juni 2013 fand im Konzil eine Bürgerbeteiligung mit  rund 200 Bürgerinnen und Bürgern statt. Die Veranstaltung moderierte das Büro „Südlicht“ aus Freiburg. Die Dokumentation des Bürgerforums ist auch auf konstanz.de unter „Neue Ideen für das Döbele“ zu finden.

Weitere Bürger-Info im Auge

Zwischen der ersten und zweiten Stufe des Wettbewerbs ist eine weitere Bürgerinformation vorgesehen, in der insgesamt die Ergebnisse des Wettbewerbs nach der ersten Stufe und die verbleibenden Arbeiten für die zweite Stufe vorgestellt werden. Der Wettbewerb soll nach Beschluss der Rahmenbedingungen und Planungsziele als offener zweistufiger Wettbewerb im September 2013 ausgelobt werden.

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