Wärme durch umweltfreundliche Holzhackschnitzel-Heizanlage

Ökologisches Nahwärmenetz entsteht rund um Friedrichshafener Berufsschulzentrum

TWF verlaufen NahwärmeFriedrichshafen. Im Friedrichshafener Osten entsteht ein ökologisches Nahwärmenetz. Angeschlossen werden Jugendherberge, Handwerkskammer und der Campingplatz CAP Rotach. Auch die Wohneigentümergemeinschaft in der Eberhardstraße ist mit von der Partie. Die Wärme liefert die umweltfreundliche Holzhackschnitzel-Heizanlage der TWF im Berufsschulzentrum.

Umweltfreundlich erzeugte Wärme

Nahwärme, das bedeutet: Eine zentrale Heizanlage liefert die Wärme, die dann über Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden gebracht wird. Die Kunden erhalten umweltfreundlich Wärme und zahlen einen Komplettpreis inklusive Wartung und Reparatur der Anlage. Und zudem gewinnen sie noch Platz im Keller. Denn der voluminöse Öltank und die alte Heizung weichen einer Wärmeübergabestation, die gerade mal so viel Platz braucht wie ein Kleiderschrank.

Weniger Aufwand für Eigentümer

Der gewonnene Raum ist aber nur ein positiver Aspekt, wie Hella Grimm, Sprecherin der Eigentümergemeinschaft im Wohnhaus Eberharstraße 3, versichert. „Wir hätten den Öltank aufwendig sanieren müssen. Jetzt brauchen wir uns weder um Öl noch um die Wartung zu kümmern“, sieht sie die Vorteile der Nahwärmeversorgung durch die TWF. Instandhaltung und notwendige Reparaturen übernehmen künftig von der TWF beauftragte Fachhandwerker.

Betriebskosten sinken

Was in größeren Städten schon seit Jahren praktiziert wird, soll auch in der Bodenseeregion weiter ausgebaut werden. Nahwärme bedeutet: Die Wärme kommt aus einer nahegelegenen Heizzentrale, wo sie effektiv und günstig produziert wird – in diesem Falle aus Holzhackschnitzeln. Betriebskosten werden so reduziert.

Heimisches Holz verbrennt klimaunschädlich

Auch unter ökologischen Aspekten verspricht die Nahwärmeversorgung eine hohe Energieeffizienz bei hoher Wertschöpfung. Als nachwachsender, einheimischer Rohstoff liefert Holz umweltschonend und klimaneutral Wärme, denn bei der Verbrennung wird nur soviel CO2 abgegeben wie im Holz durch das Pflanzenwachstum gespeichert wurde. Vom geschreddertem Grün bis hin zu zerkleinerten Waldholzresten aus der Region findet so Vieles eine sinnvolle Verwendung.

Eigentümer müssen erneuerbare Energien einsetzen

Nicht zuletzt werden durch die neue Wärmeversorgung die Bedingungen des so genannten Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes erfüllt, das im Januar 2010 in Kraft getreten ist. Es schreibt vor, dass Eigentümer künftiger Gebäude einen Teil ihres Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien bestreiten müssen. „Für die Häuser, die über das TWF-Wärmenetz versorgt werden, braucht man sich darum keine Gedanken zu machen“, versichert TWF-Projektingenieur Michael Amann. Und natürlich können sie sich auch weitere Investitionen sparen.

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