Wahlanalyse der CDU Bodenseekreis

Wahl nach den Ereignissen von Fukushima verloren – CDU will neue Formen der Parteiarbeit

Mappus kommt zur Eröffnung des TerminalsBodenseekreis. Bei einer im Rahmen Kreisvorstandssitzung und Ortsvorsitzendenkonferenz in Markdorf hat die CDU die verlorene Landtagswahl analysiert. Entscheidend seien die Ereignisse in Fukushima gewesen. Eine Rolle gespielt hätten aber auch der Fall zu Guttenberg sowie die Kritik an Mappus‘ EnBW-Kauf.

Was Wählerverhalten bestimmte

Die CDU tagte im Denkraum des Bischofsschlosses in Markdorf . Mit dabei waren auch die Landtagsabgeordneten und Minister a.D. Ulrich Müller und Minister Rudolf Köberle und der Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen sowie Junge Union, Frauenunion, Seniorenunion, Mittelstandsvereinigung und Christl-Demokratischer Arbeitnehmerschaft. Zwar sei nach der S 21 Schlichtung mit Heiner Geissler die CDU gut positioniert gewesen und es habe begründete Zuversicht gegeben, den Wahlkampf zu gewinnen, so Kreisvorsitzender Lothar Fritz. Dann seien aber die Plagiatsaffäre Guttenberg, die Kritik am Rückkauf der EnBW-Anteile und die entscheidende Wende am 11. März, dem Tag der Naturkatastrophen in Japan mit unvorstellbaren Nachwirkungen durch die Geschehnisse am Kernkraftwerk Fukushima gekommen. „Mit den täglichen Berichten über die außer Kontrolle geratenen Reaktoren in Japan schmolz der Vorsprung der CDU wie Schnee in der Sonne“, so der Kreisvorsitzende.

Leitthemen neu besetzen

Die Angst vor den Folgen des Reaktorunfalls, die Sorge um die Sicherheit der Atomkraftwerke und die Atompolitik seien die beherrschenden Themen gewesen und diese waren nach Einschätzung der CDU wahlentscheidend. Sie führten zu einer höheren Wahlbeteiligung, wovon vor allem die Grünen profitierten, heißt es in der Analyse. „Das Wahlergebnis sollten wir als Chance begreifen“, so die einhellige Meinung der Konferenz in Markdorf. Die CDU sieht, wie sie mitteilte, die Chance, neue Formen der Parteiarbeit zu finden und eine neue Diskussionskultur zu betreiben sowie Leitthemen neu zu überdenken und zu besetzen.

Foto: CDU

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