Wegen hohem Wasserstand Sandsäcke in Überlingen gefüllt

Pegel ÜberlingenÜberlingen. Mit drei Fahrzeugen und rund 20 Einsatzkräften sind die Freiwillige Feuerwehr Überlingen und die Werksfeuerwehr Schule Schloss Salem in Bad Schandau im Einsatz. In den kommenden Wochen will die Stadt Überlingen zudem Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die Partnerstadt schicken. Das teilte die Stadt heute mit.  Am Nachmittag bildeten sich auf der Promenade im Bereich des Tretbootverleihs beim Kursaal und beim Gondelhafen aufgrund des steigenden Pegels erste Pfützen auf dem Uferweg.

Nicht mehr Einsatzkräfte verzichtbar

Eine noch höhere Zahl an Einsatzkräften der Feuerwehr oder des Bauhofs kann die Stadt Überlingen momentan aber aufgrund der Lage am Bodensee nicht in die Partnerstadt entsenden. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der Hochwasserlagen in Bad Schandau und vor Ort am heutigen Vormittag (Dienstag) im Überlinger Rathaus, an der Oberbürgermeisterin Sabine Becker, Bürgermeister Ralf Brettin, weitere führende Verwaltungsmitarbeiter sowie Alexander Barth, Leiter des städtischen Bauhofs, teilnahmen.

Füllen von Sandsäcken

Wegen des steigenden Pegels des Bodensees hat auch die Stadt Überlingen heute Vormittag mit dem Füllen von Sandsäcken begonnen.

Pegel in Konstanz bei 4,80 Meter

Der Pegel des Bodensees in Konstanz erreichte heute 4,80 Meter. Die erste Hochwassermarke (Meldestufe 1) liegt bei diesem Pegel. In Überlingen haben Werkhofmitarbeiter heute Vormittag aufgrund der Lage am Mantelkopf/Pumpwerk erste Hochwasserschutzaktionen ergriffen. Die Schwachstelle ist der tiefer liegende Ufersammler.

Problem beim Mantelkopf

Der Werkhof hat vorsorglich mit dem Füllen von Sandsäcken begonnen. Mit den Sandsäcken will die Stadt, wenn nötig, ihr Abwassersystem schützen und verhindern, dass Bodensee-Wasser in die Kanalisation gerät und sich das Wasser aus der Kanalisation mit dem Bodensee-Wasser vermischt.

Promenade nicht in Gefahr

Die Gefahr einer Überflutung im Bereich Seestraße oder Promenade besteht aber momentan nicht. Je nach Strömung und Wind kann der Pegel nach Einschätzung des Bauhofes noch um etwa 10 Zentimeter steigen, bevor in Überlingen Wasser an Land schwappt.

Lage in Bad Schandau dramatisch

In der Partnerstadt Bad Schandau ist die Lage wesentlich dramatischer. In einem Fax an Oberbürgermeisterin Sabine Becker bat Bürgermeister Andreas Eggert um Hilfe. Der Bürgermeister erklärte, die Stadt Bad Schandau benötige Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Bewältigung der Aufräumarbeiten, beim Abpumpen von Wasser aus öffentlichen Gebäuden, beim Bergen von Schwemmgut sowie Ausrüstung zum Abspritzen von Straßen und Plätzen. Weiter bat die Stadtverwaltung um Unterstützung durch Rathaus-Mitarbeiter aus Überlingen. Auch das Rathaus in Bad Schandau war wie der gesamte Stadtkern massiv vom Hochwasser betroffen und nur per Boot zu erreichen.

Überlingen will helfen

Oberbürgermeisterin Sabine Becker kündigte an, die Stadt Überlingen werde – so wie sie es auch schon nach der sogenannten Jahrhundertflut getan hat – der Stadt Bad Schandau in den kommenden Wochen helfen. Damals hatte Überlingen auch Verwaltungsmitarbeiter entsandt. Im Moment sind 20 Feuerwehrleute im Einsatz, die mit mehreren Pumpen sehr schnell in die Partnerstadt aufgebrochen waren und Sofort-Hilfe leisten.

Lage erlaubt keine Feuerwehreinsätze

Aufgrund der Hochwasser-Prognosen für den Bodensee und weiteren angekündigten Gewittern in der Region, die lokal auch von Starkregen begleitet sein könnten, sowie der Lage im östlichen Bodenseekreis und auch im Landkreis Ravensburg, könne es die Stadt aktuell aber nicht verantworten weiteres Gerät und weitere Freiwillige Feuerwehrmänner in die Partnerstadt zu schicken.

Hier geht’s zu den aktuellen Wasserständen http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/hvz/

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