Weihnachtsmarkt wird aufgebaut

Erstmals auch mit Hüttenzauber vor den Hafenhallen

Konstanzer Weihnachtsmarkt am SeeKonstanz. Der Aufbau des Weihnachtsmarkts am See hat begonnen, und es wird der grösste Weihnachtsmarkt aller Zeiten, obwohl ihn Organisator Heinrich Stracke auf der Marktstätte spürbar ausdünnt.

400.000 Besucher erwartet

Mit fast 170 Hütten und Marktständen dürfte es nun die grösste Veranstaltung ihrer Art zwischen Strassburg, Zürich und München sein. Und das Marktgeschehen, zu dem auch dieses Jahr um die 400.000 Besucher erwartet werden, dehnt sich weiter aus. Anlieger spielen verstärkt mit, vor allem im Hafenareal: Die Hafenhallen sind erstmals dabei mit einem vorweihnachtlichem Hüttenzauber, und Konzilswirt Manfred Hölzl stellt sein Festzelt an der Südseite seines Hauses für einen afrikanischen Bazar zur Verfügung. Eröffnen wird den Weihnachtsmarkt Bürgermeister Claus Boldt am kommenden Donnerstag um 14 Uhr.

Rückzug auf der Markstätte, Zuwachs am Stadtgarten

Auf der Marktstätte verschwinden, wie man hört, weitere 12 der noch verbliebenen 33 Markthütten. Stracke kommt damit jenem knappen Dutzend unwilliger Geschäftsleute entgegen, die dem bunten, vierwöchigen und durchaus stimmungsvollen Spektakel nicht allzuviel abgewinnen können – ganz im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit der angestammten Geschäfte auf der Marktstätte. Einen kräftigen Zuwachs an Markthütten gibt es zum Ausgleich im Bereich des Gondelehafens und in Richtung Stadtgarten. Für die Marktteilnehmer kein Nachteil: Die Umsätze fallen, wie sich in den vergangenen Jahren herausgestellt hat, auf der Seeseite und am Stadtgarten mindestens genau so hoch aus wie entlang der Marktstätte.

Auch weniger Marktstände in der Unterführung

Auch entlang der Unterführung zwischen Marktstätte und Hafen wird die Zahl der Weihnachtsmarktanbieter deutlich reduziert. Doch dafür sind nicht unwillige Konstanzer Geschäftsleute verantwortlich, sondern die Feuerwehr, die aus Sicherheitsgründen eine Ausdünnung verordnete. Dies kommt auch der Polizei entgegen, die sich davon, nicht zuletzt nach den jüngsten Anschlagswarnungen, mehr Übersichtlichkeit verspricht.

Weniger als ein Fünftel zum Essen und zum Trinken

Der Anteil an so genannten „Fress- und Trinkständen“ ist zurückgegangen. Zählt man die Maroni- und Lebkuchenverkäufer mit, sind es 28 Anbieter (oder knapp 17 Prozent) dieses Genres, darunter vier reine Glühweintreffs, dazu je eine Hütte mit Pflaumenwein, Beerenwein, Feuerzangenbowe und Irish Coffee (samt heissem Kakao). Das Angebot an Speisen reicht von Dünnele und Pizza bis zu ungarischen, italienischen, marokkanischen, türkischen, libanesischen oder indischen Spezialitäten.

Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge und bis aus Peru

Kerzen und Spielzeug, Winterklamotten und Accessoires, duftende Öle, Seifen und sanfte Kosmetika, Christbaumschmuck sowie Kunst und Kunsthandwerk aus Frankreich und dem Erzgebirge, aus Florenz und aus Peru, dazu süsse sizilianische Köstlichkeiten, Spezialitäten aus Südtirol, Frankreich, Spanien und Tonträger mit Musik aus aller Welt, Kunst aus Stahl, Keramik, Hüte, Socken und Spielzeug aus Holz und aus Blech – all das und noch einiges mehr bietet der Weihnachtsmarkt am See. Dazu ein Rahmenprogramm mit viel Musik. Zu den auftretenden Formationen gehören das Musikcorps der Polizeidirektion Konstanz und die Caribean Steelband Kolibris.

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