Werkstatt Inselgasse spielt Stück vom Rosenverkäufer

Bernd Schlenkrich inszeniert Robert Schneider – Ein Stück über Umgang mit Ausländern

Konstanz. Das Junge Theater Konstanz präsentiert ein Kammerspiel, das in Zusammenhang mit Rechtsterrorismus, Morden und den Verhaftungen im Umfeld des Zwickauer Neonazi-Trios hochaktuell ist. Bernd Schlenkrich hat Robert Schneiders Stück „Dreck“ inszeniert und es als Kammerspiel auf die Bühne gebracht. Die einzige Rolle im Monologstück spielt Zeljko Marovic. Premiere hat „Dreck“ an der Konstanzer Berchenschule. Generalprobe war am Mittwochabend.

Geplatzte Träume des Rosenverkäufers

Ein Mann betritt die Bühne. Er fängt an zu reden. Dieser Mann heißt Sad. Er ist Araber. An den Abenden verkauft er Rosen. Jahrelang hat er von Deutschland geträumt: von der deutschen Sprache, der Literatur und der Philosophie. Jetzt ist der Traum geplatzt. Tagtäglich muss er gegen Ausländerfeindlichkeit und Vorurteile ankämpfen. Doch dieser Kampf scheint aussichtlos. Immer mehr fügt er sich dem Ausländer-Klischee. Er tut das, was man von ihm erwartet wird und eignet sich die absurdesten Vorurteile an. Ganz langsam geht Sad an sich selbst und der Gesellschaft zu Grunde. In „Dreck“ wendet sich Robert Schneider einer äußerst aktuellen Thematik zu, schreibt das Theater, „dem Umgang mit Ausländern.“

Der Autor Robert Schneider

Robert Schneider (geb. 1961) lebt als freier Schriftsteller in Meschach, einem österreichischen Bergdorf in den rheinischen Alpen. Mit seinem ersten Roman „Schlafes Bruder“ gelang ihm ein internationaler Bestseller. Sein Monolog-Stück Dreck wurde 1993 am Thalia Theater Hamburg uraufgeführt. In Konstanz ist das Stück ein Beitrag zur Afrika-Spielzeit.

Die Mitwirkenden

Dreck von Robert Schneider ab 14 Jahren, Regie Bernd Schlenkrich | Ausstattung Bernd Schlenkrich/Bret McKee | Dramaturgie Caroline Gutheil

Mit Zeljko Marovic

Weitere Termine: 03.12., 10.12., 15.12., 17.12.2011 und 13.01.2012 jeweils um 20 Uhr in der Werkstatt Inselgasse.

Foto: Theater Konstanz Bjørn Jansen

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