Werner Allweiss (FGL) hält B 33 bei Konstanz für überdimensioniert

Konstanzer Kommunalpolitiker über Stadtentwicklungskonzept – Meinungsverschiedenheiten in Vorwahlkampfzeiten

Konstanz. Das Streitthema Ausbau der B 33 ist 2012 noch nicht vom Tisch. Der Konstanzer Stadtrat Werner Allweiss (Freie Grüne Liste) nahm eine Debatte über das Stadtentwicklungskonzept im Technischen und Umwelt zum Anlass, zu erklären, dass er den geplanten Ausbau der B 33 für überdimensioniert hält. Im Jahre der Oberbürgermeisterwahl zeigt sich, dass es zwischen den Fraktionen im Konstanzer Gemeinderat zwar oft große Einigkeit, aber auch Trennendes gibt. Ein Wahlkampfthema könnte 2012 auch noch einmal die B 33 werden.

Jahr der OB-Wahl in Konstanz

Noch suchen die Parteien und Gruppen in Konstanz nach Bewerbern, die bei der Oberbürgermeisterwahl in diesem Sommer antreten. Kein Geheimnis ist es, dass die Grünen, die in Konstanz seit 16 Jahren den Oberbürgermeister stellen, das Konstanzer Rathaus auch nach der Neuwahl im Sommer wieder mit einem grünen Oberbürgermeister oder einer Oberbürgermeisterin besetzen würden. Zwar ist die Oberbürgermeisterwahl in Baden-Württemberg vor allem eine Persönlichkeitswahl – es geht aber auch um politische Aussagen.

Grüne Kritik an B 33 Ausbau

Womöglich nicht ganz zufällig hat Stadtrat Werner Allweiss (FGL), der auch der Findungskommission der Grünen angehört, das in der Debatte grüne Profil geschärft. Anders als alle anderen – und auch der noch amtierende grüne Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank – halten die Grünen den geplanten Ausbau der B 33 offenbar noch immer für überdimensioniert. Allweiss sprach von vier Spuren, die eigentlich sechs Spuren seien, und von, so Allweiss wörtlich, „überdimensionierten Ausbaustandards“. Weiter sprach sich Werner Allweiss für qualitätsvolle Nachverdichtung in Konstanz aus und sagte, dass es eine Wohnungsnot für Menschen mit mittlerem und unterem Einkommen gebe. Sein Fraktionskollege Peter Müller Neff, positionierte sich gegen eine Überbauung des Horns zum Beispiel mit einem Wellnesshotel. Er sprach sich für ein „grünes Horn“ aus, dass als Freizeitgelände und Naherholungsraum erhalten werden müsse.

Programmpunkte der CDU

Die CDU reagierte auf die Kritik am B 33 Ausbau mit Unverständnis. Andreas Ellegast (CDU) machte außerdem klar, dass die CDU nicht nur für Nachverdichtung sei. Ellegast sagte, dass Konstanzer auf den Bodanrück und in die Schweiz ziehen, wenn sie in Konstanz zum Beispiel keine frei stehendes Einfamilienhaus mehr bauen könnten. Er möchte Bauplätze in Neubaugebieten schaffen. Weiter sagte Ellegast, dass der Stephansplatz in Zukunft kein Parkplatz mehr sein solle. Voraussetzung sei aber, dass für die wegfallenden Stellplätze Ersatz geschaffen werde. Alexander Fecker (CDU) sagte, dass auch Fahrradabstellplätze dringend gebraucht würden.

Freier Wähler für Veranstaltungshalle

Venedey (Freie Wähler Gemeinschaft) sprach sich wie Ellegast für neue Baugebiete auch außerhalb des Siedlungsgebiets aus. Weiter sagte Venedey, dass es nach dem Aus für ein Konzert- und Kongresszentrum auf Klein-Venedig schön wäre, eine Veranstaltungshalle in Konstanz zu haben.

SPD sieht grün

Jürgen Ruffs (SPD) Stellungnahme zum Stadtentwicklungskonzept zeigte, dass auch auf kommunaler Ebene und im Jahr der Oberbürgermeisterwahl in Konstanz eine grün-rote Koalition denkbar wäre. Er vermisste beim Stadtentwicklungskonzept Verkehrsachsen und Abstellplätze für Fahrräder und fragte, weshalb so wenig für Carsharing getan worden sei. Die Mobilitätszentrale im Bahnhof sollte nach Meinung Ruffs auch Ort für Beschwerdemanagement sein.

Foto: Rolf van Melis PIXELIO www.pixelio.de

Ein Kommentar to “Werner Allweiss (FGL) hält B 33 bei Konstanz für überdimensioniert”

  1. Satansbraten
    11. Januar 2012 at 11:59 #

    Auch die Grünen sollten langsam wissen : Es ist wie
    bei einer Wasserleitung. Nur durch ein dickes Rohr
    fliesst genügend Wasser.
    Und so verhält es sich auch mit dem Vekehr. Die
    Stadt Konstanz ist gut beraten bei Wefall von einigen
    Unternehmen dafür zu sorgen, daß wenigstens der
    Nymbus einer Einkaufsstadt und Eerlebnisstadt
    erhalten wird.

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