Wessenberg und die „gefallenen Mädchen“ von Konstanz

Konstanz. Das Konstanzer Rosagrtenmuseum macht es zu Beginn des Jahres spannend. Thema des Monats im Januar ist “Wessenberg und ,gefallene Mädchen’“. Bekannt ist Wessenberg in Konstanz bisher eher als aufgeklärter römisch-katholischer Theologe aus schwäbischem Adel, der insgesamt rund 470 Publikationen verfasste und seine umfangreiche Privatbibliothek von über 20.000 Bänden der Stadt Konstanz vererbte. 1860 in Konstanz ist er in Konstanz verstorben. Seit dem Jahr 2000 ist die Wessenberg-Bibliothek als geschlossener Buchbestand in der Bibliothek der Universität Konstanz für Forschungszwecke zugänglich.

Wessenbergs soziales Engagement

Darüber, was es mit  “Wessenberg und ,gefallene Mädchen’“ auf sich hat, ist hingegen wenig bekannt. Manchen fällt beim Namen Wessenberg vielleicht sogar auch nur noch das “Wessenberg Café” ein. Das Rosgartenmuseum belässt es in der Mitteilung, die Lust auf ein Wessenberg-Event machen soll, erst einmal bei Fragen. “Versteckt sich dahinter ein Skandal aus dem 19. Jahrhundert? Was hat Ignaz Heinrich von Wessenberg, der in der Stadtgeschichte hauptsächlich als katholischer Kirchenmann bekannt ist, mit ,gefallenen Mädchen’ zu tun?”, heißt es.

Heim für sittlich verwahrloste Mädchen

Die Antworten auf diese Fragen finden sich laut Museum in Wessenbergs bisher wenig bekannten sozialen Engagement. Wessenberg gründete und leitete ein Heim für sogenannte „sittlich verwahrloste“ Mädchen in Konstanz. In der Reihe „Thema des Monats“ des Rosgartenmuseums gibt die Historikerin Lisa Foege am 30. Januar um 19 Uhr im Zunftsaal Einblicke in die Geschichte dieser „Rettungsanstalt“ und die bewegenden Schicksale der Mädchen, die dort ihr zweites Zuhause fanden. Das Museum bittet um Anmeldung unter Telefon 07531/900 913 oder Mail an BenkoeU@stadt.konstanz.de.

Foto: Rosgartenmuseum

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