What if? Forschergruppe startet in Konstanz

Die Forschungsgruppe „Was wäre wenn?“ beschäftigt sich drei Jahre lang mit dieser spannenden Frage. Die Wissenschaftler eröffnen ihr Projekt mit der Tagung „What if?“ und einer Lesung mit Christian v. Ditfurth in der Spiegelhalle.

Konstanz. Die Forschungsgruppe „Was wäre wenn?“ beschäftigt sich drei Jahre lang mit dieser spannenden Frage. Die Wissenschaftler eröffnen ihr Projekt mit der Tagung „What if?“ und einer Lesung mit Christian v. Ditfurth in der Spiegelhalle.

Wenn die Dinos noch lebten …

Was wäre, wenn ein Land der Europäischen Union morgen aus dem Euro austräte? Was wäre, wenn wir plötzlich doch intelligentes Leben auf dem Mars entdeckten? Was wäre gewesen, wenn die großen Dinosaurier nicht vor 65 Millionen Jahren ausgestorben wären? Was wäre, wenn ich damals Jura studiert hätte? Nicht nur die Wissenschaft, wir alle beschäftigen uns oft täglich mit solchen „Was-wäre-wenn“-Fragen. Die Forschergruppe „Was wäre wenn?“ an der Universität Konstanz, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Ruhr-Universität Bochum und der Université de Genève eröffnet ihr dreijähriges Projekt mit der internationalen Konferenz „What if?“, zu der Vortragende mit Forschungsschwerpunkten in Fächern wie Philosophie, Linguistik, Wissenschaftstheorie und -geschichte, Literaturwissenschaft und Geschichtswissenschaft geladen sind. Die Tagung wird vom 25. bis 27. Oktober 2012 im Senatssaal V 1001 der Universität Konstanz stattfinden.

 Interdisziplinäre Forschergruppe

Das interdisziplinär arbeitende 16-köpfige Team der Forschergruppe, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Schweizer Nationalfonds (SNF) gefördert wird, hat es sich zum Ziel gesetzt, sowohl die Bedeutung und Relevanz kontrafaktischer Aussagen zu untersuchen als auch den genauen Status von sogenannten Gedankenexperimenten, die häufig von „Was wäre wenn“-Fragen ihren Ausgang nehmen, zu erkunden. Die Vorträge und Diskussionen widmen sich unter anderem der Frage, wie und ob wir Wissen über kontrafaktische Situationen erlangen können, unter welchen Umständen „Wenn … dann …“-Sätze wahr und falsch sind, wie Gedankenexperimente in den empirischen Wissenschaften verwendet werden und was fiktionale Welten – wie beispielsweise die Welt Harry Potters – mit kontrafaktischem Denken zu tun haben.

 Christian v. Ditfurth liest aus „Der 21. Juli“

Zusätzlich zum Hauptprogramm wird am Freitag, 26. Oktober 2012, um 20 Uhr eine Lesung des Schriftstellers Christian v. Ditfurth in Konstanz in der Spiegelhalle stattfinden. Christian v. Ditfurth wird seinen neuen, beim Verlag Geest erschienenen Roman „Der 21. Juli“, eine Alternativweltgeschichte über den Tag nach dem Attentat auf Adolf Hitler, vorstellen und Passagen aus dem Roman vorlesen.

 Wenn das Attentat auf Hitler…

In dem Roman fragt sich von Ditfurth, was geschehen wäre, wenn Stauffenbergs Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 geglückt wäre. Er spielt diese ungeschehene Möglichkeit durch und schildert das provokante Schreckensszenario eines Deutschlands, das ohne Hitler den Zweiten Weltkrieg gewinnt. Mit dem Autor diskutieren die Mitglieder der Forschergruppe PD Dr. Daniel Dohrn von der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Bernhard Kleeberg von der Universität Konstanz und Prof. Dr. Riccardo Nicolosi von der Ruhr-Universität Bochum über Bedeutung und Grenzen virtueller Geschichte.

Programm und Abstracts unter: http://cms.uni-konstanz.de/what-if/opening-conference/conference-program-with-abstracts/

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