Wieder Zoff ums Konstanzer Studiticket

Jusos fordern Wohnungsbau statt größeren Geltungsbereich des Studitickets

Konstanz. „Die CDU fordert ein erweitertes Studiticket, obwohl es keiner will.“ Fabian Parsch, Kreissprecher der Jusos in der SPD wundert sich über einen Vorstoß von Junger Union, RCDS und dem Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann, die den Geltungsbereich des Konstanzer Studitickets erweitern wollten.

Studiticket soll nicht teurer werden

Klar sei, dass der Preis des Studitickets dann für alle deutlich ansteigen würde, und das, obwohl auch in Zukunft nur ein kleiner Teil der Studierenden von der Erweiterung profitieren würde. „Wie sich in der Debatte zum Studiticketvertrag im Frühjahr 2010 ergab, sind die Studierenden daher nicht bereit, diesen höheren Preis zu zahlen.“ Parsch muss es wissen, denn er war 2010 einer der studentischen Verhandlungsführer in den Gesprächen mit den Konstanzer Stadtwerken.

Langfristiger Vertrag mit Stadtwerken

Man habe erst im letzten Jahr mit den Stadtwerken Konstanz einen langfristigen Vertrag abgeschlossen und so das Studiticket auf eine sichere Basis gestellt, berichtet Parsch. Bislang habe sich die CDU nicht sonderlich für das Studiticket interessiert. Die Gemeinderatsfraktion sei während der Verhandlungen eher desinteressiert und ablehnend gewesen.

Mit Verkehrsverbund Hegau-Bodensee teurer

Sollte das Studiticket über das Liniennetz der Stadtwerke hinaus gelten, wäre ein Vertrag mit dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee notwendig. Völlig ungeklärt sei dabei die Frage, inwiefern der Kreis und seine Gemeinden bereit wären, das Studiticket finanziell zu unterstützen. Auch Andreas Hoffmann habe hier als Kreisrat in den vergangenen Jahren „durch Schweigen geglänzt.“

Attacke gegen CDU-Landtagsabgeordneten

Als „im besten Fall widersprüchlich“ bewertet der Koordinator der Juso Hochschulgruppe, Philipp Lutscher, die Begründung für das plötzliche Interesse Hoffmanns am Studiticket. Hoffmann begründete seine Forderung mit den zu erwartenden steigenden Studierenden zahlen im Jahr 2012 und der Wohnungsknappheit auf dem Konstanzer Wohnungsmarkt. „Statt sich um das Studiticket zu sorgen, sollte Hoffmann besser den Blick auf den Konstanzer Wohnungsbau richten.“, so Lutscher.

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