Wieder zwei Tote auf der B 31 am Bodensee

Schwerer Unfall in der Nacht auf Samstag im östlichen Bodenseekreis

Friedrichshafen/ Langenargen (wak) Erneut hat es einen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 31 im Bodenseekreis gegeben. Zwei Autofahrer starben nach einem Überholversuch kurz nach dem Mauernriedtunnel. Die B  31 ist die einzige Ost-West-Verbindung durch den Bodenseekreis und vor allem während der Ferienzeit überlastet. Staus und stockender Verkehr provozieren Überholmanöver. Immer wieder hat Polizeidirektor Karl-Heinz Wolfsturm in der Vergangenheit auf die Gefährlichkeit der zweispurigen Strecke aufmerksam gemacht.

Nach überholen in Gegenverkehr gerast

Der Verkehrsunfall auf der B 31 zwischen Eriskirch und Oberdorf ereignete sich aber nicht am Tage oder zu Stosszeiten, sondern in der Nacht. Ein junger Fahrer, der in Fahrtrichtung Lindau unterwegs war, überholte mit seinem Auto, einem VW Golf, ein anderes Fahrzeug und fuhr noch auf der linken Spur, als das überholende Auto mit einem entgegenkommenden Auto, VW Touran, zusammenprallte. Beide Fahrer wurden bei dem Unfall getötet. Nach Angaben eines Zeugen fuhr der Golffahrer nach dem Überholvorgang weiter auf der linken Spur. Der 40 Jahre alte Fahrer des Touran hatte noch vergeblich versucht, auszuweichen.  Ein weiterer Insasse des entgegenkommenden Auto erlitt schwere Verletzungen.

Ein Kommentar to “Wieder zwei Tote auf der B 31 am Bodensee”

  1. dk
    24. Juli 2010 at 11:43 #

    … Die B 31 ist die einzige Ost-West-Verbindung durch den Bodenseekreis …
    —————————-
    Wenn man von Norddt. kommend aufgrund eines Staus bei Würzberg abbiegend über Umwege auf die Autobahn Ulm-Lindau trifft und dann von dort aus bis Meersburg nachts durch zig Dörfer fahren darf (um nach KN überzusetzen), erhält man einen neuen Eindruck vom Bodensee: als wenn man landwirtschaftliche Wege durch Bauernhöfe benutzt und immer mit Huhn oder Hofhund auf der Strasse rechnen muss.

    Normalerweise bin ich diese über 700 km immer zeitlich so über Stuttgart gefahren, so dass der dortige Stau immer schon aufgelöst war. Danach freie Fahrt bis KN; sogar ab RZ musste man nur die Geschwindigkeit anpassen.

    Wenn man 120-130 kmh fährt, lassen sich 700 km mit 30-45 min Mehraufwand fast ermüdungsfrei bewältigen; aber nicht wenn man die letzten 50 km auf Dörfer, Ampeln, Kreuzungen usw. höllisch aufpassen muss. Die Versuchung, Wagnisse einzugehen, ist schon gross.

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