Wies Otto Raggenbass jüdische Flüchtlinge nach Konstanz zurück?

Umstrittener Straßenname in Konstanz – Darf Straße noch nach Schweizer benannt bleiben?

Konstanz. Zu den umstrittenen Straßennamen in Konstanz gehört auch der Name der Otto-Raggenbass-Straße. Der Kreuzlinger Bezirksstatthalter, nach dem eine Straße in Konstanz benannt ist, soll jüdische und andere Flüchtlinge zurückgewiesen haben. Die Rolle des Schweizers beleuchtet der Historiker Arnulf Moser bei einem Vortrag im Konstanzer Rosgartenmuseum.

Zweifel an Otto Raggenbass

Wer war Otto Raggenbass wirklich? Bereits kurz nach dem Krieg wurde der Kreuzlinger Bezirksstatthalter von der Stadt Konstanz für seinen Einsatz bei der kampflosen Übergabe der Stadt geehrt.  Nach seinem Tod benannte die Stadt eine Straße nach ihm. Inzwischen sehen Historiker vieles anders und das Handeln von Raggenbass sehr viel kritischer. Es gibt Informationen über die Beteiligung von Raggenbass an der Rückweisung von jüdischen und anderen Flüchtlingen und an der Bestrafung von Fluchthelfern. Über diese Entwicklung spricht der Historiker Dr. Arnulf Moser in der Vortragsreihe „Überholte Vorbilder?“ bei Straßennamen am Dienstag, 12. Oktober um 19 Uhr im Rosgartenmuseum. Der Eintritt kostet zwei Euro.

Foto: Rosgartenmuseum Konstanz

2 Kommentare to “Wies Otto Raggenbass jüdische Flüchtlinge nach Konstanz zurück?”

  1. Bruno Neidhart
    6. Oktober 2010 at 14:54 #

    Wie jeder Mensch hatte auch Otto Raggenbass – er war Turnfreund unseres Vaters – wohl seine zwei Seiten. Es sei den Historikern überlassen, exakt und vorurteilsfrei zu recherchieren! Das „lustige Offiziersbild“ ist sicher eine Replik auf die Landesausstellung 1939 in Zürich, wo der so genannte „Schifflibach“ Attraktionsstatus erlangte (Heute würde man dazu „Event“ sagen!). Die Zeit war damals allerdings aufregender als dieses harmlose Vergnügen.

  2. wak
    6. Oktober 2010 at 15:23 #

    Vielen Dank für den Hinweis zur Herkunft des Fotos.

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