Willkommen in der Universitätsstadt Konstanz

CDU möchte an Hochschulen Plakate mit Hinweisen auf Studentenwohnung hängen

Konstanz. Willkommen Studenten in Konstanz. Seit geraumer Zeit weisen Hochschulen und Kommunalpolitiker auf die sich verschärfende studentische Wohnungsnot hin. Der Wohnungsmangel verschärft sich, obwohl zusätzliche Plätze für studentisches Wohnen entstehen. Die CDU möchte mit Plakaten die studentischen Neubürger wenigstens darauf hinweisen, dass die Stadt und Private nicht untätig sind.

Plakate sollen Studenten informieren

CDU-Stadtrat Alexander Fecker hat deswegen einen Brief an Baubürgermeister Kurt Werner geschrieben. Er möchte, dass die Stadt Studierende darüber informiert, wo sie künftig wohnen können. Wörtlich schreibt Fecker: „Die Anstrengungen der Stadt Konstanz, die Zahl der Wohnungen für Studierende zu erhöhen, sei es durch das Engagement der WOBAK wie auch der vielen privaten Anbieter, sollten nach außen kommuniziert werden.

Bis zu 16.450 Studenten in Konstanz

Verschärfen wird sich die studentische Wohnungsnot wegen des höheren Bedarfs an Studentenwohnungen, wenn der Doppeljahrgang 2012 in die Hörsäle, Seminarräume und Labore stürmt. Im Wintersemester 2010/2011 gab es an der Uni 10.081 Studierende. Wegen des doppelten Abijahrgangs rechnet die Uni mit 11.200 bis maximal 11.900 Studierenden. Die Zahl der Studierenden an der HTWG liegt bei 3.935. 2012 kommen zusätzlich 1.000 Studienplätze hinzu. Bis zum Wintersemester 2014/15 rechnet die HTWG mit bis zu 5.000 Studierenden. Im Wintersemester 2014/15 könnten sich bis zu 16.450 Studenten an den Konstanzer Hochschulen eingeschrieben haben. Das wären 2.440 mehr als im vergangenen Wintersemester. Weitere Steigerungen seien dann nicht mehr zu erwarten.

Wohnheimquote liegt über Landesschnitt

Im März 2010 gab es in der Stadt Konstanz 2.344 Studentenwohnheimplätze. 1.630 gehörten dem Studentenwerk Seezeit, 500 kirchlichen und 200 privaten Trägern. Im Sonnenbühl wurden zwischenzeitlich Studentenwohnungen abgerissen. Der Versorgungsgrad ist deswegen auf 16,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zu anderen Städten ist er aber immer noch hoch. Bundesweit liegt er bei 9,6 Prozent und in Baden-Württemberg bei 11,4 Prozent. Doch auch in Konstanz wohnt die überwiegende Zahl der Studenten in Privatwohnungen. Private Investoren sind es auch, die in den kommenden Jahren weitere Plätze für studentisches Wohnen schaffen.

Studentenquartier Petershauser Bahnhof

An der Schneckenburg/-Bruder-Klaus-Straße entstehen derzeit Wohnungen, darunter auch Ein- und Zweizimmerwohnungen. Dies entspricht 37 möglichen Bettplätzen. In einem weiteren Bauabschnitt kommen 19 Plätze hinzu. Am Bahnhof Petershausen nördlich der Gleise baut eine Arbeitsgemeinschaft aus Wobak und Spar- und Bauverein. Die Wohnungsbauunternehmen sind die Investoren – Seezeit wird die Wohnungen verwalten. Geplant sind Zwei- bis Sechszimmerwohnungen mit 110 Bettplätzen. Fertiggestellt sein sollen sie 2012. Zehn Jahre lang sollen sie als Studentenwohnungen genutzt werden. Insgesamt könnten am Petershauser Bahnhof bis zu 170 Bettplätze entstehen.

Warte aufs Wohnen am Sonnenbühl

An den Standorten Sonnenbühl Ost und West gibt es voraussichtlich 330 Bettplätze als Ersatz für abgerissene Wohnungen sowie 2013 zusätzlich 191 Plätze am Standort West. Unbebaut sind auch zwei größere Grundstücke im Chérisy-Areal. Bauen möchte hier ein privater Investor – nicht die Neue Arbeit, die einst die alten Kasernengebäude sanierte – und entstehen könnten auf den zwei Bauplätzen 80 bis 100 Bettplätze sowie weitere 100.

Unterm Strich ein Plus von 500 Plätzen

Die WOBAK plant im Gebiet Schillerstraße an der Wollmatinger Straße 18 Bettplätze für ausländische Studierende. In der Bücklestraße sind es zusätzlich 28 Bettplätze. Saniert werden außerdem 336 Wohnungen im Albert-Magnus-Haus im Paradies. Zusätzlich gebaut würden 12 behindertengerechte Wohnungen, so das die Zahl der Bettplätze auf 348 steigt. Stadtrat Alexander Fecker hat die Zahlen addiert. Er kommt auf mehr als 500 zusätzliche Bettplätze für Studierende in Konstanz. Trotzdem wird es nicht für alle der maximal 2.440 zusätzlichen Studenten reichen.

 

Fotos: Universität Konstanz/wak

2 Kommentare to “Willkommen in der Universitätsstadt Konstanz”

  1. Katharina
    8. September 2011 at 11:25 #

    Na super, die Erstsemester werden sich über Plakate bestimmt freuen…

  2. dk
    8. September 2011 at 15:04 #

    Vielleicht ticken sogar die dt. jungen „Ehrgeizlinge“ wie ihre CHer „Nachbarn“, wobei Opportunismus sich sicherlich nicht auf junge Leute beschränkt; es gibt sicher genügend „Vorbilder“.

    „Scheitern gehört zum Lebensstil“ mit dem Untertitel
    „Eine neue Studie zeigt, wie junge Schweizer in der Arbeitswelt ticken.“
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Scheitern-gehoert-zum-Lebensstil/story/18135619

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