Wirbel um schwimmende Nebendarsteller: Am Konstanzer Stadttheater stinkt es fischig

Wirbel am Theater Konstanz um drei Fische bei „Woyzeck“ – Veterinäramt in Radolfzell übernimmt Hauptrolle

Konstanz. Die Spiegelhalle eröffnet ihre neue Spielzeit mit Büchners Klassiker „Woyzeck“ in Bearbeitung von Robert Wilson und mit den Songs von Tom Waits und Kathleen Brennan. In die Schlagzeilen geraten sind vorab aber weniger das Stück oder Schauspieler, sondern Fische. Die Frage auf dem Theater lautet, welche Fischart taugt am besten fürs Theater. Denn auf der Bühne stehen soll auch ein Riesenaquarium. Eine weitere Hauptrolle spielt deshalb das Veterinäramt.

Wirbel um drei Fische im Aquarium

Unvermutet spielen sich anscheinend drei Fische in den Vordergrund bei Andrej Worons aktueller Inszenierung von „Woyzeck“. In einem 3,5 Tonnen schweren Riesenaquarium leben seit einigen Tagen jene drei Fische, um die sich mittlerweile aber nicht nur das Theater, sondern auch das Veterinäramt in Radolfzell rege bemühe. Die Premiere des Stücks  ist für kommenden Samstag geplant und wird die Spielzeit in der Spiegelhalle eröffnen. Das teilte das Theater jetzt mit.

Tiermedizinerin und Fischbeauftragte des Theaters Hand in Hand

Geraten Fische unter Stress, wenn sie mit Schauspielern gemeinsam auf der Bühne schwimmen? Welche Fischart ist die Theater tauglichste? Mögen Fische die Musik von Tom Waits oder setzt der Sound des US-amerikanischen Song-Schreibers mit seiner charismatischen Whiskey-Stimme die Fische allzu sehr unter Strom? Diesen Fragen widme sich gerade eine Arbeitsgruppe, in der das Veterinäramt Radolfzell, eine beigestellte Tiermedizinerin sowie die Fischbeauftragten des Theater Konstanz zusammenarbeiten, teilte das Theater mit. Mit konstruktiven Ergebnissen werde bis zur Premiere gerechnet.

Woyzeck meets Waits und Fische

Regie führt im fischigen Stück Andrej Woron. Wilson, Waits und Brennan haben sich im Jahr 2000 des Stoffes angenommen und ihre Interpretation am Betty Nansen Theater in Kopenhagen vorgestellt. Sie besticht besonders durch die herzzerreißenden, brutalen, aber auch mitfühlend zarten Songs von Tom Waits, die einen idealen Kontrapunkt zu Büchners Szenen um den Underdog Franz Woyzeck ausmachen, kündigte das Theater an. Nach mehreren Jahren urheberrechtlicher Sperre wurde die Fassung 2008 zum ersten Mal nachgespielt und kommt nun frisch an den Bodensee. Erstmals zum Konstanzer Ensemble gehören Fische.

Ein Kommentar to “Wirbel um schwimmende Nebendarsteller: Am Konstanzer Stadttheater stinkt es fischig”

  1. HG
    5. Oktober 2010 at 10:41 #

    Wie können Sie nur diesen Unsinn veröffentlichen? Schon der Titel ist voll daneben. Es stinkt nirgends fischig, das Stück spielt in der Spiegelhalle, und das Veterinäramt in Radolfzell übernimmt mit Sicherheit nicht die Hauptrolle. Billig und überflüssig!

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