Zehn Jahre Bodensee-Tatort aus Konstanz: SWR zeigt Jubiläumsfolge „Nachtkrapp“

Schweizer Ermittler Matteo Lühti neu im Team – Klara Blum seit zehn Jahren auf Tätersuche

Konstanz. Am kommenden Sonntag, 7. Oktober, um 20.15 Uhr ist es soweit. Die Fans des Bodensee-Tatorts machen es sich auf ihren Sofas vor den Flachbildschirmen bequem und schalten den Fernseher ein oder schauen sich den Videostream im Internet an . Seit zehn Jahren ermittelt die Konstanzer Kommissarin Eva Mattes in ihrer Rolle als Klara Blum am Bodensee. Fast genauso lange ist ihr Assistent Kai Perlmann, gespielt von Sebastian Bezzel, dabei. Neu ins Team kommt in Folge 23 Schweizer Ermittler Matteo Lühti. In der Jubiläumsfolge „Zehn Jahre Bodensee-Tatort“ inszeniert Regisseur Patrick Winczewski einen Fall von Missbrauch.

Junge wird im Konstanzer Tatort ermordet

Der Schullandheimaufenthalt einer katholischen Schweizer Jugendgruppe endet tragisch, als einer der Jungen missbraucht und ermordet aufgefunden wird. Am Fundort der Leiche begegnen Klara Blum und Kai Perlmann dem Schweizer Kollegen Matteo Lüthi, der den Fall für die Thurgauer Kantonspolizei in die Hand nimmt.

Neue Figur wird eingeführt

Lüthi, bis vor kurzem beim Schweizer Nachrichtendienst, ist alles kein Teamplayer. Klara wiederum will sich die Leitung der Ermittlungen nicht so einfach aus der Hand nehmen lassen. Dementsprechend knirscht es heftig in der Zusammenarbeit, zumal bei einem Fall von Kindesmissbrauch die Nerven blank liegen.

Die Handlung des neuen Films

Moritz, der Zimmergenosse des ermordeten Jungen, ist überzeugt davon, dass der Nachtkrapp, ein nächtlicher Kinderschreck, seinen Freund geholt hat. Die Kommissare haben andere Verdächtige: Diakon Franz Hobmann, der die Jugendgruppe betreute sowie Herbert und Andreas Bogener vom Schullandheim. Die Indizien sprechen aber auch gegen Holger Nussbaum, der wegen eines ganz ähnlich gelagerten Falles 15 Jahre Haft abgesessen hat und seit kurzem wieder auf freiem Fuß ist. Nussbaum hat mit Klara noch eine alte Rechnung offen, und so greift er, als die Kommissarin ihn verhaften will, zu einem verzweifelten Mittel.

Preview am letzten Freitag

Bereits am vergangenen Freitag war die Tatort-Folge als Preview zu sehen. Bei einer Pressekonferenz des SWR in Konstanz mit dabei waren auch die beiden Hauptdarsteller Eva Mattes und Sebastian Bezzel. Eva Mattes sagte, die Figur der Eva Blum habe in den vergangenen zehn Jahren eine Veränderung durchgemacht. Sebastian Bezzel stellte fest: „Die Ermittler nehmen ihren Job ernst.“ Die Beziehung zwischen Kai Perlmann und Eva Mattes funktioniere. Es gehe auch über Komik und sogar improvisiertes Spiel sei möglich. Wie lange die beiden Kommissare noch miteinander ermitteln, steht noch nicht fest. Die Quote des Bodensee-Tatorts sei weiterhin gleichbleibend gut und hoch, heißt es seitens des SWR.

See als Unterscheidungskriterium

Das Alleinstellungsmerkmal des Konstanzer Tatorts ist der See. Was alles zusammenhalte, sei der See. Ländlichkeit und Grenznähe machen den Bodensee-Tatort zu einem besonderen. Eva Mattes sagte, dass sie gern an den Bodensee komme und dass Konstanz viel Stoff biete. Längst seien noch nicht alle Geschichten erzählt. Die Altstadt und die Fastnacht zum Beispiel spielten bisher noch keine Rolle. Auch wünscht sich die Darstellerin, dass sich die Figur Klara Blum noch einmal verliebe. Sebastian Bezzel, ihr Partner bei der Kripo Konstanz, erklärte für den Fall, dass die Wahl auf ihn fallen sollte: „Ja, ich würde es mitmachen“. Er wünscht sich sowieso, eine etwas wichtigere Rolle im Tatort zu spielen. „Polizeiarbeit findet zu 90 Prozent am Schreibtisch statt“, sagte Eva Mattes bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Konstanz. Die Polizei wisse, dass es die Tatort-Kommissare anders machen müssten. Insgesamt habe sich das Bild der Polizei durch die vielen Krimis gewandelt, meinte das Tatort-Team. Das Verhältnis zur Konstanzer Polizei ist entspannt. Am Freitagnachmittag war Klara Blum auf einem Polizeiboot unterwegs.

Zu sehen ist der Tatort am Sonntag, 7. Oktober, um 20.15 Uhr oder als Livestream im Web 

Pressefoto: ARD

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