Zeppelin Universität Friedrichshafen trauert um Professor Dr. Heinrich Wilms

Mitbegründer der Friedrichshafener Privatuni Zeppelin University ist tot

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) trauert um Professor Dr. Heinrich Wilms, der dieser Tage plötzlich und unerwartet im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Wilms gehörte zum frühen Gründungsteam der ZU und hatte seit 2005 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Wirtschafts- und Medienrecht an der ZU inne. Am vergangenen Wochenende hatte die Universität ihr Sommerfest wegen des Todesfalls abgesagt, den Namen desVerstorbenen aber nicht genannt.

Trauer um Wissenschaftler und Lehrer

„Wir trauern um einen besonderen, anregenden, produktiven wie großzügigen Lehrer und Wissenschaftler“, sagt ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen zum Tode von Heinrich Wilms, „er verstand es auf einmalige Weise, die Wissenschaft des Rechts mit dem Visionären und dem Unternehmerischen zu verbinden. Er war den Studierenden nicht nur ein besonderer Lehrer, sondern auch ein gesuchter und geschätzter Berater.“

Wilms, 1959 in St. Ingbert im Saarland geboren, begann seine wissenschaftliche Karriere mit dem Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Religionsgeschichte des Alten Orient an den Universitäten Saarbrücken, Köln und Heidelberg. Mitte der 90er Jahre promovierte und habilitierte er sich an der Universität zu Köln, um kurz darauf dem Ruf auf die Professur für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Völker- und Europarecht, wenig später erweitert um die Fächer Medien- und Telekommunikationsrecht, der Universität Konstanz zu folgen. Dort war er zuletzt auch Studiendekan und Fachbereichssprecher des juristischen Fachbereichs, bevor er 2005 an die ZU nach Friedrichshafen wechselte.

An der ZU hatte Wilms wesentlichen Anteil am Aufbau der jungen Universität, insbesondere des ZU-Departments der Politik- und Verwaltungswissenschaften, an dem der juristische Bereich angegliedert ist. Vor dem Hintergrund des interdisziplinären Ansatzes der ZU und seiner besonders vielfältigen Forschung wirkte er zugleich aber auch stark in die Wirtschaftswissenschaften sowie die Kommunikations- und Kulturwissenschaften an der Universität hinein. So befasste sich Wilms mit Staats- und Verwaltungsrecht, Völker- und Europarecht, aber auch Medien- und Telekommunikationsrecht, Steuer- und Wirtschaftsrecht sowie darüber hinaus mit der Rechtsphilosophie und Allgemeiner Staatslehre. Er war Herausgeber und Autor zahlreicher Kommentare, Schriftenreihen, Zeitschriften und Monographien. Zuletzt – und einen Tag vor seinem Tod – ist in der von ihm herausgegebenen „Studienreihe Rechtswissenschaft“ der zweite Band seines Werkes „Staatsrecht“ unter dem Titel „Grundrechte“ erschienen.

Foto: ZU

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