Zertifikat: In Singen werden Schwerverletzte gut versorgt

Hegau-Bodensee-Kliniken wurden als Regionales Traumazentrum zertifiziert – Klinikum Konstanz ist bereits zertifiziert

Singen neu TraumazentrumSingen. In diesen Tagen kam das Zertifikat: Die Hegau-Bodensee-Kliniken GmbH (HBK) wurden von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und von Diocert, einem Zertifizierer im Gesundheitswesen, als „regionales Traumazentrum“ im Traumanetzwerk Schwarzwald Bodensee anerkannt. Das HBK erfüllt damit alle Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien des Weißbuches der DGU und den Kriterien Trauma-Netzwerk.

Behandlung Schwerstverletzter

Die DGU hatte bereits 2007 eine Initiative zur Verbesserung der Behandlung Schwerstverletzter, das sind beispielsweise Opfer von Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen, ins Leben gerufen, um deren Versorgung und Überlebenschancen zu verbessern. Daraus resultieren die Traumnetzwerke, die auf der Basis streng definierter Kriterien arbeiten. Ein wichtiger Kernpunkt der regionalen Traumnetzwerke ist die einheitliche und verbesserte Kommunikation zwischen allen Beteiligten bei der Rettung Schwerstverletzter, dafür gibt es nun sogenannte „Traumatelefone“. Eine wichtige Rolle spielt auch die Fort- und Weiterbildung aller an der Schwerstversorgung Beteiligter durch die Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogrammen, Die Überprüfung der Qualität in der Versorgung von Schwerstverletzten wird in einem bundesweiten Register erfasst und ausgewertet. Am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen wurden in 2010 rund 50 Schwerstverletzte versorgt.

Trauma-Netzwerk

Die in einem Trauma-Netzwerk zusammen arbeitenden Kliniken müssen sich durch bestimmte Ausstattungsmerkmale wie Hubschrauberlandeplatz, Schockraum, Computertomografie, Not-OP, Intensivstation, Blutbank sowie durch ausgewiesene Fachkompetenz und 24-stündige Verfügbarkeit der Fachärzte auszeichnen. Zwischen den Kliniken des Traumnetzwerkes findet eine enge fachliche und organisatorische Kooperation statt. Zum Traumnetzwerk Schwarzwald –Bodensee gehören als regionale Traumazentren neben den HBH-Kliniken, das Klinikum Konstanz und die Gesundheitszentren in Rottweil. Lokale Traumzentren sind das Kreisklinikum Tuttlingen, das Spital Waldshut und das Krankenhaus Bad Säckingen. Als überregionales Traumazentrum fungiert das Schwarzwald-Baar-Klinikum. Die regionalen Traumanetzwerke Schwarzwald-Baar und Oberrhein sind mit insgesamt zwölf Kliniken die ersten regionalen Traumnetzwerke in Baden-Württemberg, die die hohen Anforderungen zur Zertifizierung erfüllt haben.

Foto: Archiv wak

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