ZF erzielt im Jahr 2010 einen Rekordumsatz

ZF-Konzernumsatz 2010 klettert um 38 Prozent – Größtes Plus in Brasilien, Russland, Indien und China

ZF meldet 2010 RekordergebnisFriedrichshafen. Die ZF hat die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen und erzielt im Jahr 2010 voraussichtlich einen Konzernumsatz von rund 12,9 Milliarden Euro – ein Plus um 38 Prozent gegenüber 2009 und mehr als jemals zuvor. Das teilte der Konzern mit.

Zurück in der Gewinnzone

Damit einher gehe nach Verlusten im Vorjahr eine „deutliche Rückkehr“ in die Gewinnzone. Die Zahl der weltweit im ZF-Konzern beschäftigten Mitarbeiter erreicht gut 64.000, seit Jahresbeginn 2010 ein Plus von knapp fünf Prozent. „Wir haben unerwartet schnell in die Erfolgsspur zurück gefunden und erreichen 2010 einen Gesamtumsatz, der den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2007 noch übertrifft“, bilanziert der ZFVorstandsvorsitzende Hans-Georg Härter das auslaufende Jahr.

Konzern von Höhenflug überrascht

Damals standen 12,6 Milliarden Euro Umsatz in den Büchern, im Folgejahr 2008 waren es 12,5 Milliarden Euro, vergangenes Jahr folgte ein Rückgang auf 9,4 Milliarden Euro. „Zu Jahresbeginn hätten wir eine solche rasante Entwicklung und einen V-förmigen Verlauf der Wirtschaftskrise definitiv ausgeschlossen“, sagt Härter. Im Vergleich mit dem Jahr 2009 erzielte ZF 2010 in allen Regionen ein hohes Umsatzwachstum, besonders ausgeprägt in Brasilien, Russland, Indien und China.

Boom durch Export

In Europa ist der Produktionsanstieg im Pkw-Segment vor allem exportgetrieben, das Nutzfahrzeug-Segment hat im Jahreslauf deutlich Fahrt aufgenommen und werde von stabilen Auftragseingängen weiter beflügelt, so der Konzern. In Russland verzeichnete das Gemeinschaftsunternehmen ZF Kama (Fertigung Lkw-Getriebe) einen kräftigen Umsatzanstieg. In China führte das Marktwachstum bei Premium-Pkw unter anderem zu einer steigenden Nachfrage nach Automatgetrieben und Elektrolenkungen; dort konnte ZF auch neue Kunden etwa im Baumaschinen-Segment gewinnen.

Erwartungen auch an US-Markt

In Indien ist ein mit Partner Hero Motors gegründetes Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Fahrwerktechnologie gut angelaufen; hier hat ZF im Jahr 2010 auch Werke für Getriebe und Achsen für Baumaschinen sowie Lkw-Getriebe eröffnet. In Brasilien erreichte ZF hohe Wachstumsraten vor allem im Landmaschinen- und Lkw-Segment. In den USA entstand Ende 2009 ein ZF-Produktionswerk für Achsen und Achsgetriebe. Hier schloss die ZF zudem einen großen Liefer- und Lizenzvertrag über 8-Gang-Automatgetriebe ab, der den Umsatz in Nordamerika in den Folgejahren weiter steigen lasse.

Umschalten dank Stammbelegschaft geschafft

„Möglich war das schnelle Umschalten von Krise auf rasantes Wachstum nur, weil wir eine ausreichend große Stammbelegschaft an Bord hatten, die motiviert die neuen Herausforderungen angenommen hat“, sagt Hans-Georg Härter. „In diesem Zusammenhang gebührt der Politik großes Lob: Sie hat mit geänderten Kurzarbeitsregelungen jene Flexibilität ermöglicht, die uns ohne großen Personalabbau durch die Krise gebracht hat.“

Weltweit 400 neue Stellen – 900 in Deutschland

Schon seit Mitte des Jahres 2010 stehen die Zeichen auch bei den Mitarbeiterzahlen wieder auf Wachstum: Im Lauf des Jahres hat der ZF-Konzern weltweit etwa 4000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, davon rund 900 in Deutschland. Damit kletterte die Gesamtzahl der ZF-Mitarbeiter auf über 64.000. Der Trend hält an: Im kommenden Jahr will ZF weitere 3000 Stellen schaffen, von denen wiederum rund 1000 in Deutschland entstehen sollen. Auch bei den Investitionen geht der ZF-Konzern mit großen Schritten voran. Knapp eine Milliarde Euro umfasst das Investitionsprogramm für das Jahr 2011. „Wir investieren massiv in unsere Technologieführerschaft und globale Präsenz“, sagt ZFChef Härter. Ein Schwerpunkt liegt dabei in den USA, wo ZF sowohl Werke für Windkraft- und Pkw-Getriebe aufbaut als auch die Elektrolenkungs-Produktion ausbaut. In Deutschland baut ZF sein Getriebewerk in Saarbrücken aus und errichtet ein neues Verwaltungsgebäude in Passau. Seiner Rolle als Innovationsmotor bleibt ZF nach Konzernangaben ebenfalls treu; die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden 2011 bei rund 750 Millionen Euro liegen.

Foto: ZF

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