ZF stiftet für Konstanzer HTWG einen Elektromobilitäts-Prof

Friedrichshafener Unternehmen will Fakultät Elektrotechnik langfristig unterstützen

Friedrichshafen/Konstanz. Das Friedrichshafener Unternehmen ZF stiftet der Konstanzer Hochschule Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) eine Professur im Bereich Elektromobilität. Das Engagement des Hightech-Unternehmens ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Bei der Vertragsunterzeichnung am Dienstagvormittag betonten aber beide Partner, dass eine Verlängerung durchaus möglich ist.

Neue Professur für Elektromobilität finanziert

Für Hochschulpräsident Dr. Kai Handel war es ein besonders erfreulicher Moment. Am Dienstagvormittag hat er gemeinsam mit Thomas Sigi, ZF-Personalvorstand und Vorsitzender des Hochschulrats, die Verträge unterzeichnet. Nun kann die W2-Professur im Fach „Elektrische Antriebstechnik für Fahrzeuge“ ausgeschrieben werden. Und im Wintersemester 2011/2012 soll der neue Kollege oder die Kollegin dann die Stelle antreten.

ZF hofft auf herausragende Absolventen

Das Engagement von ZF ist gerade deshalb außergewöhnlich, weil es auf größere Zeiträume angelegt ist. Eine bereits lange währende Zusammenarbeit hat dafür den Grundstein gelegt: „Wir sind sehr dankbar, dass die gute Kooperation mit dem Unternehmen zu dieser Stiftungsprofessur geführt hat“, so Handel bei der Vertragsunterzeichnung. Das Einvernehmen ist beiderseitig: „Das ist eine tolle Hochschule mit hervorragenden Professoren“, lobte Sigi, der sich für ZF mit Hilfe der Stiftungsprofessur auch die Rekrutierung von herausragenden Absolventen erhofft.

Zu wenig Elektroauto-Studenten

Denn noch sei bei den Schulabsolventen nicht angekommen, dass die elektrotechnischen Komponenten im Antriebsbereich ständig zunehmen werden. Bundesweit liegen die Bewerberzahlen im Vergleich zu anderen Fächern unter dem Schnitt. Dabei handle es sich, so der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Gunter Voigt, um „eine der Professionen der Zukunft“, die hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt verspreche. Mit der neuen Professur könne nun ganz gezielt ein neuer Schwerpunkt an der HTWG innerhalb der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik geschaffen werden. Dadurch erhofft man sich eine höhere Attraktivität.

ZF will die Besten gewinnen

Immerhin haben künftige Studenten auch jenseits der Ausbildung an der Hochschule durch die Förderung vielfältige Möglichkeiten: ZF bietet Praktikumsplätze, betreute Diplomarbeiten, die Möglichkeit zu Dissertationen und vielleicht sogar eine Anstellung im Anschluss an das Studium. „Wir wollen die Besten am Markt für ZF gewinnen“, so Sigi, der angesichts der demographischen Entwicklung einen Handlungsbedarf für die Industrie diagnostiziert.

Fördersumme beträgt halbe Million Euro

Auch andere Unternehmen haben diesen Bedarf erkannt und sich schon vor Jahren im Stifterverband zusammengeschlossen, um die Wissenschaften zu fördern. Und auch von dort wird die Stiftungsprofessur finanziell zusätzlich unterstützt. Auf fünf Jahre gerechnet kommt so eine Fördersumme von über einer halben Million Euro zusammen. Durchaus ein Grund zum Feiern.

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