Zivilcourage wurde maskiertem Räuber in Überlingen zum Verhängnis

Polizei hofft auf Mithilfe von Zeugen

Überlingen. Einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden die Polizeidirektion Friedrichshafen und die Staatsanwaltschaft Konstanz. Der Zivilcourage eines Passanten ist es zu verdanken, dass ein mutmaßlicher Räuber nach einer brutalen Tat nicht flüchten konnte. Der 33-jährige Verdächtige hatte am Mittwoch dieser Woche am hellichten Tag mitten in der Überlinger Fußgängerzone ein Geschäft überfallen. Ein Passant hatte den Mann nach der Tat verfolgt und mit weiteren Passanten festgehalten, bis die Polizei eintraf. Der Tatverdächtige werde voraussichtlich heute dem Haftrichter vorgeführt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Verkäuferin mit Teppichmesser bedroht

Mit einem Teppichmesser bewaffnet hatte der mutmaßliche Täter am Mittwochvormittag gegen 10.00 Uhr maskierter ein Geschäft in der Münsterstraße betreten, die dort anwesende 27 Jahre alte Verkäuferin sowie ihr schlafendes Kleinkind bedroht und Bargeld gefordert. Anschließend drängte der Maskierte die Frau in einen Nebenraum, schloss die Tür und raubte rund 900 Euro Bargeld sowie das Telefon der jungen Mutter. Ein Passant, der auf den Überfall aufmerksam geworden war, verfolgte den aus dem Geschäft flüchteten Tatverdächtigen auf und konnte ihn kurze Zeit später einholen. Zusammen mit zwei weiteren Männern gelang es ihm, den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Bei der Festnahme des 33-Jährigen konnten die Beamten sowohl das Teppichmesser als auch das geraubte Bargeld sicherstellen, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz wird der 33-Jährige voraussichtlich am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

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