Zollanlage Konstanz-Kreuzlingen: Die Pessimisten beiderseits der Grenze sind widerlegt

10 Jahre Gemeinschaftszollanlage Tägermoos

10 Jahre ZollanlageKonstanz/Tägerwilen. Die Gemeinschaftszollanlage (GZA) Konstanz-Kreuzlingen im Tägermoos hat sich bewährt. Das kann nach 10 Jahren Betriebszeit ohne Wenn und aber festgestellt werden. Pessimisten, die eine anschwellende Lastwagenflut vorhergesagt hatten, wurden widerlegt. Nach einer in der „Thurgauer Zeitung“ wiedergegebenen Bilanz überqueren die Autobahn gerechte Zollanlage täglich zwar bis zu 20.000 Autos. Es handelt sich aber überwiegend um Pkw und Lastverkehr des Nahbereichs. Die Transit-Lastwagen eines durchschnittlichen Tages könne man „an einer Hand abzählen“. Der beabsichtigte Effekt, die Innenstädte von Konstanz und Kreuzlingen zu entlasten, sei dagegen in vollem Umfang erreicht worden.

Noch fehlt der Autobahnanschluss auf deutscher Seite

Als die Gemeinschaftszollanlage am 20. Oktober 2000 im Beisein des Berner Bundesrates Kaspar Villiger eröffnet wurde, waren Widerstand und warnende Stimmen noch sehr laut. Grosse Teile der Bevölkerung befürchteten das Heraufziehe n einer Verkehrslawine, weil die grosszügig ausgestatte Anlage den Direktverkehr von Stuttgart her in den Süden verstärkt anziehe. Ganz sind die Befürchtungen immer noch nicht ausgeräumt. Denn die Autobahn Stuttgart-Zürich ist auf der deutschen Seite immer noch nicht angebunden. Doch das kann sich noch bis zu 10 Jahre hinziehen. Erst wenn das Nadelöhr zwischen Allensbach-West und dem Anschluss im Tägermoos geschlossen ist, wird sich endgültig zeigen, was die Gemeinschaftszollanlage den beiden Nachbarstädten bringt.

2 Kommentare to “Zollanlage Konstanz-Kreuzlingen: Die Pessimisten beiderseits der Grenze sind widerlegt”

  1. Bruno Neidhart
    26. Oktober 2010 at 09:53 #

    Trotz einer grossen Zollanlage entstehen an Spitzentagen nach wie vor Staus an der Grenze und – rückwirkend – entsprechend in den Stadtgebieten. Warum an der GZA, die parallel zweispurig ausgebaut ist, besonders in Richtung Schweiz jeweils nur eine Fahrspur geöffnet ist, ist erklärungsbedürftig. Und im innerstädtischen Bereich wäre ein direkter Übergang CH-Lagoparkhaus wirklich eine weitere Überlegung wert. Nicht alles sollte über den (Emmishoferzoll-) Döbelekreisel abgewickelt werden: Hier ist das berüchtigte Nadelöhr. Das ist allerdings längsten bekannt. Und Kreuzlingen kam mit ihren an der so genannten „Chance Nord“ liegenden neuen Kreiseln links und recht der Bahn in kurzer Zeit an seine Grenzen. Die neuen Baugebiete im Vorfeld der Grenze (Aldi, Garden City, usw.) werden den Druck auf die Bahnunterführung, welche die beiden Kreisel verbindet, noch verstärken und somit den nach Konstanz und zurück durchfliessenden Verkehr erschweren.

  2. Oliver
    20. Juli 2012 at 23:11 #

    Die Beschilderung – von CH kommend – ist meiner Meinung nach nicht optimal. Schon zweimal ist es mir passiert, dass ich das „alle Richtungen“ Schild, das direkt hinter der Grenze scharf nach links zeigt, übersehen hab, so dass ich gleich wieder in die CH reingefahren bin. Und an diesem Übergang ist es eine Einbahnstraße, und ohne Wendemöglichkeit. Zudem ist dort überall sehr viel Verkehr.

    Wieso das riesige Schild mit den deutschen Geschwindigkeitsbeschränkungen genau an der Straße steht, die wieder in die CH hineinführt, ist mir ein Rätsel. Dieses wäre besser woanders aufgehoben, und jedenfalls wäre ein deutlicherer Hinweis Richtung Autobahn wünschenswert.

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